Hauptversammlungen 2021: Mehr Partizipationsrechte für Aktionär*innen

Dachverband und urgewald fordern „Hybrid-Modell“ statt einer Verlängerung der Corona-Sonderregeln für virtuelle Aktionärsversammlungen

Berlin/Köln/Sassenberg – Medienberichten zufolge prüft die Bundesregierung aktuell, das wegen der Corona-Pandemie verhängte Notgesetz zum Abhalten virtueller Hauptversammlungen bis Ende 2021 zu verlängern. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und seine Mitgliedsorganisation urgewald verlangen dagegen Nachbesserungen für die kommende Hauptversammlungssaison, da nur über einen direkten und kritischen Austausch zwischen Aktionär*innen und Konzernleitung die Geschäftstätigkeit von Unternehmen laut § 131 des Aktiengesetzes sachgemäß beurteilt werden kann.

„Wir votieren für die kommende Hauptversammlungssaison für ein Hybridmodell aus virtueller und Präsenzveranstaltung. Redewillige Aktionär*innen müssen wieder die Möglich-keit haben, ihre Kritik im Rahmen einer Präsenzveranstaltung direkt vorzutragen“, erläutert Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands. Weiterlesen

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Konzernkritik vor dreifacher Herausforderung

Konzerne für Klimaschutz und Menschenrechte? fragten wir provokativ im Programm zu unserer Jahrestagung am 5. September 2020. In den Panels zeigte sich die dreifache Herausforderung für Konzernkritik: den abstrakten Schritt von unklarer Konzernverantwortung zu effektiven Haftungsregeln in einem Lieferkettengesetz politisch voranzutreiben, ohne dabei die konkreten Folgen von Konzernhandeln für Menschen und Umwelt aus dem Blick zu verlieren – alles im Kontext einer Pandemie, die öffentlichen Protest erschwert.

1. Panel: Verleihung des Henry Mathews Preises für Konzernkritik 2020

Dass Daimler heute nur noch über eine vergleichbar kleine Rüstungsproduktion verfügt, ist auch auf die jahrelange Arbeit der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) zurückzuführen, die von Paul Russmann und der Organisation Ohne Rüstung Leben (ORL) maßgeblich getragen wurde. Weiterlesen

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Laudatio für Paul Russmann: Vision einer Welt ohne Rüstung

Panel 1: Dachverband verleiht den Henry Mathews Preis 2020 an Paul Russmann und Ohne Rüstung Leben / 20 Teilnehmer*innen gratulierten online.

Teil 1 der Laudatio von Markus Dufner

Lieber Paul,

ich glaube, Du warst schon in den letzten Jahren ein heißer Kandidat für den Henry-Mathews-Preis. Aber natürlich mussten wir erst ein paar Jahre warten, bis Du nicht mehr Vorstand des Dachverbands warst – sozusagen die Cooling-off-Periode einhalten. Für Deine Verdienste als Rüstungskritiker und Deine lange Vorstandstätigkeit im Dachverband verleihen wir Dir heute den Henry-Mathews-Preis 2020.

Was mich persönlich immer beeindruckte, war Deine Unbeirrbarkeit und Entschlossenheit.  Bei aller Gegnerschaft zu den Konzernen empfand ich Dein Engagement jedoch nie als verbissen. Weiterlesen

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Rüstungskritiker Paul Russmann erhält Henry Mathews Preis

Preisverleihung auf der virtuellen Jahrestagung des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre am 5. September 2020

Köln/Stuttgart – Paul Russmann erhält den Preis zusammen mit der Organisation Ohne Rüstung Leben, für die er 30 Jahre lang arbeitete. Als Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) und als Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre nahm Russmann die letzten drei Jahrzehnte an Hauptversammlungen von Daimler teil und trug mit dazu bei, dass der in den 90er Jahren noch sehr hohe Anteil an Rüstungsproduktion stark abnahm.

1991 übten Paul Russmann und die KAD zum ersten Mal bei der Hauptversammlung von Daimler-Benz Kritik an der Rüstungsproduktion des Konzerns. Weiterlesen

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SAP: Teilhabe von Frauen mit MINT-Qualifikation

Zahlen wurden vom Vorstand der SAP auf Nachfrage des dib bereitgestellt.
Der deutsche ingenieurinnenbund (dib e.V.) befragt den Vorstand von SAP nach Daten & Fakten zu Frauen mit MINT Qualifikation (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in leitenden Positionen im Unternehmen. Die Aktion erfolgt im Rahmen des Projektes „Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung“.

Die Zahlen zeigen einen deutlichen Abfall der Teilhabe von Frauen mit MINT Qualifikation von der Arbeitsebene (28 %) zur Führungsebene (23 %). Bei SAP ist zu untersuchen, welche bewussten oder unbewussten Mechanismen dies bewirken. Schließlich liest sich die unternehmenseigene Zielsetzung sehr ambitioniert:

„Bis Ende 2022 soll der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei 30 % liegen.“ Weiterlesen

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Uranmüllexporte Gronau-Russland vor dem Aus?

Bericht im Gronauer Nachrichten vom 2.9.2020
Pressemitteilung vom 01.09.2020

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen / SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster / Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre / Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau / Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf / Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland / IPPNW – Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs – Ärzte in sozialer Verantwortung / Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)


BMU: Noch 17.100 t abgereichtertes Uran in Gronau
– Keine Rücktransporte von „wiederangereichertem“ Uran
– Urenco liefert erstmals Uran für russische Brennelemente
– Bundesumweltministerium und E.ON antworten auf Anfragen


Nach übereinstimmenden Angaben des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Energiekonzerns E.ON
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Transportsektor im Jahr 2050 noch nicht vollständig klimaneutral

Chief Financial Officer Melanie Kreis beantwortete die Fragen zum Klimaschutz

Hauptversammlung der Deutschen Post DHL Group am 27.08.2020: Antworten auf unsere Fragen zum Klimaschutz und zur Verringerung des CO2-Ausstoßes, zum Projekt StreetScooter und zu Manager-Gehältern.

Fragen zum Klimaschutz und zur Verringerung des CO2-Ausstoßes

8. Nach eigenen Angaben befasst sich die Deutsche Post „seit mehr als 15 Jahren mit Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz“ und hat „die Weichen für eine nachhaltige Logistik gestellt“ (Nachhaltigkeitsbericht 2019). Dass erst bis im Jahr 2050 „alle logistikbezogenen Emissionen netto auf null reduziert“ werden sollen, ist kein besonders ehrgeiziges Ziel. Betrachtet man die Entwicklung der CO2-Emissionen des Konzerns im Zeitraum von 2013 bis 2019, erkennt man bestenfalls eine Stagnation: 2013 lag der Ausstoß des Treibhausgases bei 28,32 Mio. Weiterlesen

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Menschenrechte bei Waffenlieferungen noch immer zweitrangig

  • Auch Staaten mit erheblichen Defiziten bei der Achtung von Menschenrechten fallen aus den selbstgewählten Exportbeschränkungen von Heckler & Koch, darunter Oman, Malaysia, Indonesien und Singapur
  • Waffenhersteller scheint mit doppeltem Maß zu messen: Exportstopp für Brasilien wird mit u.a. mit „harten Polizeieinsatz gegen die Bevölkerung“ begründet, während selbst von der UN verurteilte Polizeigewalt in Chile keine Konsequenzen hat
  • Schritt in die richtige Richtung: Vorstand und Aufsichtsrat sprechen über KA-Forderung nach einem Opferfonds
  • Blockadehaltung bei dringend gebotener Rüstungskonversion

Das Bündnis der Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch (KA H&K) kritisiert die sogenannte „Grüne-Länder-Strategie“ der Heckler & Koch AG (H&K) als weiterhin unzureichend. Die Antworten auf die von den Kritischen Aktionär*innen eingereichten 123 Fragen auf der gestrigen Hauptversammlung des Kleinwaffenproduzenten untermauerten die Tatsache, dass die Strategie an zu vielen Ausnahmen und intransparenten Kriterien leidet und sich weiterhin nicht eindeutig an der Achtung von Menschenrechten orientiert. Weiterlesen

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