Fresenius Medical Care und Fresenius SE: Gewerkschaften weltweit weisen auf Missstände bei Arbeitnehmerrechten hin

Die Bedenken der Gewerkschaften stehen im Zusammenhang mit dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), das die Einhaltung grundlegender Arbeitnehmerrechte regelt.

  • Die Fresenius Global Union Alliance nimmt an den Hauptversammlungen von Fresenius Medical Care und Fresenius SE teil, um auf Bedenken hinsichtlich der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten hinzuweisen – und Fragen zur Einhaltung und Umsetzung des deutschen Lieferkettengesetzes zu stellen.
  • Beschäftigte und Gewerkschaften fordern die beiden multinationalen Unternehmen auf, die Verletzung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten zu beenden und die Vereinigungsfreiheit sowie das Recht auf Kollektivverhandlungen zu respektieren.

Vor den Jahreshauptversammlungen von Fresenius Medical Care (FMC) und Fresenius SE am 16. und 17. Mai übt die Fresenius Global Union Alliance, ein Zusammenschluss von Gewerkschaften aus der ganzen Welt, gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre Kritik an den beiden multinationalen Unternehmen. Weiterlesen

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Berichte enthüllen: Deutsche Bank steckt Milliarden in umweltkritische Unternehmen

  • Organisationen fordern Stopp klima- und umweltschädlicher Finanzierungen
  • Beispiel Eskom: Weiterhin klimaschädliche Kohlefinanzierung trotz neuer Richtlinie
  • Beispiel Cargill: Milliardenkredite und -investments für Naturzerstörung

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der Deutschen Bank kritisieren die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen urgewald, Greenpeace, Facing Finance und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die anhaltenden Finanzgeschäfte mit klima- und umweltschädigenden Unternehmen. Gleichzeitig fordern sie wirksamere Richtlinien zum Ausschluss solcher Geschäfte.

Weiterhin klimaschädliche Kohlefinanzierung trotz neuer Richtlinie

Nach Recherchen von urgewald hat die Deutsche Bank im Jahr 2023 – trotz ihrer nachgebesserten Kohlerichtlinie – 664 Mio. US-Dollar (USD) über Kredite und Wertpapiergeschäfte (“Underwriting”) an den Kohlesektor vergeben, ein Anstieg von über 200 Mio. Weiterlesen

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Uniper: Faire Energiewende entscheidet sich auch in Kolumbien

  • Uniper in Verantwortung für sozialökologisch gerechten und menschenrechtskonformen Kohleausstieg auch in Kolumbien
  • Auf Unipers Aussagen zu “fairer Energiewende entlang der Kohlelieferketten” müssen konkrete Taten folgen

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung von Uniper kritisieren die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen Free Bruno, kolko – Menschenrechte für Kolumbien, FIAN Deutschland und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre gestiegene Kohleimporte aus Kolumbien. Sie fordern von dem verstaatlichten Konzern und der Bundesregierung wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz und effektive Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten. Insbesondere fordern Sie den Vorstandsvorsitzenden Michael Lewis auf, auf Unipers “Just Transition Framework” und Pläne zu einem “gerechten” Kohleausstieg und “fairer Energiewende entlang der Kohlelieferketten” konkrete Taten folgen zu lassen, damit die vom Kohleabbau betroffenen Regionen nicht weiter mit den bleibenden Folgen von Deutschlands fossilem Energiehunger allein gelassen werden. Weiterlesen

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„Wir lehnen die Pläne von Heidelberg Materials ab, in Pati ein Zementwerk zu errichten!“

Zementgigant Heidelberg Materials erwirtschaftet Profite auf Kosten des Globalen Südens

Gemeinsame Pressemitteilung vom 15.05.2024

  • Klimaschutzmaßnahmen im Schneckentempo
  • Vernichtung von Lebensgrundlagen in Asien und Afrika
  • End Cement Bündnis protestiert am 16. Mai vor der Konzernzentrale Berliner Str. 6

Pati/Berlin/Köln/Heidelberg. Mit einem Protest vor der Konzernzentrale von Heidelberg Materials begleiten Menschenrechtler*innen und Klimaaktivist*innen die Hauptversammlung der Heidelberg Materials AG am 16. Mai. In einer Video-Ansprache appelliert der indonesische Aktivist Gunretno den Zementgiganten auf, den geplanten Abbau von Kalk im Kendeng-Karstgebirge zu stoppen. Das Bündnis und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordern, dass wenigsten ein Bruchteil der Profite, die auf dem Rücken von Menschen vor allem im Globalen Süden erwirtschaftet wurden, an diese zurückgezahlt wird. Weiterlesen

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„Exportstrategie bis heute ohne menschenrechtliche und moralische Eckpfeiler“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

mein Name ist Tilman Massa, ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von Rheinmetall deutliche effektivere Maßnahmen für den Schutz von Umwelt und Menschenrechten ein.

Wir werden Sie, den Vorstand, auch dieses Jahr nicht entlasten. Sie kommen weiterhin nicht hinreichend Ihrer Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Schutz von Menschenrechten umzusetzen. Wir haben dies in unserem Gegenantrag ausführlich begründet, den ich hiermit auch formal stelle.

Ihrer Geschäfts- und Exportstrategie des Rheinmetall-Konzerns fehlen bis heute menschenrechtliche und moralische Eckpfeiler. Sie beliefern Länder, in denen Menschenrechte missachtet werden und helfen damit Autokraten, eigene Rüstungsindustrien aufzubauen. Weiterlesen

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Rheinmetall und Co: Unregulierte Expansion und Autonomie

Anlässlich der diese Woche stattfindenden Hauptversammlungen von Rheinmetall (14. Mai 2024) und Hensoldt (17. Mai 2024) erheben verschiedene Friedensorganisationen, darunter Ohne Rüstung Leben, das RüstungsInformationsBüro, Facing Finance und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sowie das Investorennetzwerk Shareholders for Change schwere Vorwürfe gegen die beiden Konzerne. Sie kritisieren insbesondere fragwürdige Expansionspläne in Krisen- und Konfliktregionen sowie fehlende Standards beim Umgang mit autonomen Waffensystemen.

Rheinmetall: Expansion in Krisenregionen trotz boomenden Geschäftes im Inland und mit Bündnispartnern

Rheinmetall präsentiert sich öffentlich gern als verlässlicher Sicherheitsgarant, aber in der Praxis hält das Unternehmen an der sehr einseitigen Strategie fest, den eigenen Profit zu maximieren. Weiterlesen

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Warum fehlen in Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie soziale Aspekte, Hugo Boss?

Anlässlich der bevorstehenden Jahreshauptversammlung von Hugo Boss am 14.5.2024 kritisieren FEMNET, die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die einseitige Nachhaltigkeitsstrategie und hinterfragen, ob Hugo Boss seiner Sorgfaltspflichten gemäß dem deutschen Lieferkettengesetz nachkommt.

Mangelnde Berücksichtigung sozialer Aspekte in der Nachhaltigkeitsstrategie

Der Nachhaltigkeitsbericht von Hugo Boss zeigt die mangelnde Berücksichtigung sozialer Aspekte in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Alle fünf Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie beziehen sich auf Umweltaspekte, kein einziges auf soziale Kriterien. Das kritisieren FEMNET, CCC und der Dachverband der Kritischen Aktionäre, die den Vorstand von Hugo Boss bei der Hauptversammlung dazu befragen werden.

Kritik an Sozialaudits und Umsetzung des Lieferkettengesetzes

Gleichzeitig nennt Hugo Boss immer noch Sozialaudits als Instrument für die Sozialverträglichkeit seiner Produzent*innen. Weiterlesen

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Konzernkritik an Vale seit nunmehr 15 Jahren

Vale musste zum 15. Mal kritischen Aktionärinnen und Aktionären des Internationalen Netzwerkes der von Vale Betroffenen Rede und Antwort stehen

Konzernkritik an Vale seit nunmehr 15 Jahren
Hauptsitz von Vale S.A. Foto: Christian Russau

Am 26. April dieses Jahres nahmen Kritische Aktionäre des Internationalen Netzwerkes der von Vale Betroffenen (Articulação Internacional dos Atingidos e Atingidas pela Vale (AIAAV) an der Jahreshauptversammlung von Vale S.A. teil, dem Bergbaukonzern aus Rio de Janeiro. Die Aktivist*innen der Articulação Internacional dos Atingidos e Atingidas pela Vale prangerten auf der diesjährigen Hauptversammlung erneut die Rechtsverletzungen des Bergbauunternehmens in Anwesenheit des Vorstands und Aufsichtsrates sowie der anwesenden Kleinaktionär*innen an. Jede/r kritische Aktionär*in hat mindestens eine Aktie des Unternehmens gekauft, um auf der Versammlung das Rede- und Stimmrecht zu erhalten und so die vom Bergbauunternehmen vorgelegten Daten zu missbilligen. Weiterlesen

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