Zeitenwende, Kindersoldaten, Waffenhändler: Gegenanträge zur Hauptversammlung von Heckler & Koch

Kritische Aktionärinnen und Aktionäre vor der H&K-Hauptversammlung. Foto: Stephan Möhrle

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 nicht zu entlasten.

Begründung:
Der Vorstand sieht sich durch die sog. „Zeitenwende“ in der Ausweitung von Produktion und Vertrieb todbringender Schusswaffen legitimiert.

Profiteur der Zeitenwende
Im beschaulichen Örtchen Oberndorf am Neckar produzieren zwei der bekanntesten deutschen Rüstungsunternehmen: Heckler & Koch und Rheinmetall. Der mittelständische Handfeuerwaffen-Hersteller H&K ist genauso Profiteur der „Zeitenwende“ wie der Düsseldorfer DAX-40-Konzern. So plant H&K die Ausweitung der Produktpalette auf Sturm- und Maschinengewehren für Kalaschnikow-Munition und andere Kaliber des ehemaligen Warschauer Paktes. Weiterlesen

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„Sind Ihre Pläne mit den neuen EU-Vorgaben zur Emissionsreduktion kompatibel?“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von der Traton SE deutlich effektivere Maßnahmen gegen die Klimakrise sowie für den Schutz von Umwelt und Menschenrechten ein.

Wir werden Sie, den Vorstand nicht entlasten. Sie kommen weiterhin nicht hinreichend Ihrer Verantwortung nach, wirksame Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz umzusetzen.

Zu Ihrer Klimabilanz:

Ich wollte mir Ihre Klimabilanz in Ihrem Geschäftsbericht ansehen, doch finden sich dazu nur Angaben, wie wichtig Sie die Reduktion von Treibhausgasen und Ihre Dekarbonisierungsmaßnahmen finden. Doch zu konkreten Zahlen der Emissionen Ihrer Marken bzw. Weiterlesen

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HHLA: MSC-Beteiligung riskant für den Hamburger Hafen

Dachverband warnt auf Hauptversammlung der HHLA AG am 13. Juni vor Einstieg der weltgrößten Reederei MSC / Fragen zu COSCO, Klimastrategie und Lieferkettengesetz

Hamburg/Köln – Der intransparente Deal des Hamburger Senats mit der Mediterranean Shipping Company (MSC) bedeutet für den Hamburger Hafen einen weitaus gravierenderen Einschnitt als die Beteiligung der chinesischen Reederei COSCO am Containerterminal Tollerort. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre appelliert an die Hamburger Bürgerschaft, den Einstieg von MSC zu stoppen, unter anderem wegen möglicher Rückschritte bei Klima- und Naturschutz, Mitspracherechten der Beschäftigten und Transparenz.

Annika Kruse von Fridays for Future Hamburg, die auf der HHLA-Hauptversammlung sprechen wird, kritisiert: „In Zeiten der eskalierenden Klimakrise muss sich jedes Unternehmen, das zukunftsfähig sein möchte, in Richtung Nachhaltigkeit wandeln. Weiterlesen

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„Stoppen Sie die Bulldozer ein für alle Mal“: Rede von Gianfranco D’Eramo, Custodi del Bosco d’Arneo

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Gianfranco D’Eramo, ich spreche für das italienische Aktionsbündnis Custodi del Bosco d`Arneo.

Seit 2012 betreibt Porsche das Nardo‘ Technical Centre (NTC) in der Region Apulien in Süditalien. Das NTC, bekannt als „der Ring“, bietet mit über 20 Teststrecken, 40 Werkstätten und verschiedenen Zusatzleistungen beste Voraussetzungen für Entwicklungs- und Testaktivitäten. Mit der Übernahme des NTC verpflichtete sich Porsche auch zum Erhalt des Bosco d’Arneo, eines 500 Hektar großen Eichenwaldes, in dem sich das NTC befindet. Dieser Wald ist jahrhundertealt und gehört aufgrund seiner großen Artenvielfalt zum Netz der durch EU-Recht geschützten Schutzgebiete.

Mehr als zehn Jahre lang hat Porsche den Wald wirksam geschützt: Das geschlossene, von hohen Mauern umgebene Gelände und die Arbeit der NTC-Feuerwache verhinderten Waldbrände und illegale Aktivitäten wie die Jagd, das Fällen von Bäumen und das Abladen von Müll. Weiterlesen

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„Sie verschleiern den Widerspruch zwischen Ihren Wachstums- und Klimazielen“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Rederechten fordern wir von der Porsche AG deutlich effektivere Maßnahmen gegen die Klimakrise sowie für den Schutz von Umwelt und Menschenrechten ein.

Wir werden Sie, den Vorstand auch dieses Jahr nicht entlasten. Sie kommen weiterhin nicht hinreichend Ihrer Verantwortung nach, wirksame Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz umzusetzen. Wir haben dies in unserem Gegenantrag ausführlich begründet, den ich hiermit auch formal stelle.

Porsche fliegt zu viel: Klimabilanz im Widerspruch zu Klimazielen

Ihre Klimabilanz 2023 steht im Widerspruch zu den Ihren Klimazielen. Weiterlesen

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Porsche: Geplante Waldzerstörung und miserable Klimabilanz

  • Geplanter Ausbau von Porsche-Teststrecke bedroht Wald in Italien
  • Greenwashing bei E-Fuels
  • Klimabilanz im Widerspruch zu Klimazielen

Stuttgart. Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der Porsche AG fordern das italienische Aktionsbündnis Custodi del Bosco d’Arneo, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre konsequentes Handeln für ernsthaften Klima- und Umweltschutz ein. Die Organisationen zeigen sich empört über die geplante Naturzerstörung für die Erweiterung einer Teststrecke in Italien, Greenwashing bei E-Fuels und eine miserable Klimabilanz, die völlig diametral zu den Nachhaltigkeitsversprechen und Klimazielen der Porsche AG stehen.

Italien: Waldzerstörung für Porsche-Teststrecke
Für den Ausbau seiner Teststrecke plant Porsche, etwa 200 Hektar eines geschützten Steineichenwaldes auf dem Gelände des Nardò Technical Centers in Süditalien zu fällen. Weiterlesen

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„Sie sollten Divestment nicht ausschließen und klare Bedingungen stellen“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von der DWS deutlich effektivere Maßnahmen gegen die Klimakrise sowie für den Schutz von Umwelt und Menschenrechten ein.

Wir werden Sie, den Vorstand, pardon, die persönlich haftende Gesellschafterin, auch dieses Jahr nicht entlasten. Sie kommen weiterhin nicht hinreichend Ihrer Verantwortung nach, wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz, Transparenz und gegen Greenwashing umzusetzen. Wir haben dies in unserem Gegenantrag ausführlich begründet, den ich hiermit auch formal stelle.

Greenwashing-Skandal: Unklar, ob hinreichend Konsequenzen gezogen worden sind

Sie tragen nicht ausreichend zur Aufklärung ihres Greenwashing-Skandals zu möglichem Prospektbetrug in Form von Falschangaben zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit ihrer Investments bei. Weiterlesen

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DWS bleibt ernsthaften Wandel nach Greenwashing-Skandal schuldig

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der DWS fordern die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen urgewald, Facing Finance und Greenpeace gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre den Vermögensverwalter zu wirksameren Richtlinien für den Umgang mit klima- und umweltschädigenden Unternehmen auf. Neben dem weiterhin nicht aufgeklärten Greenwashing-Skandal kritisieren die Organisationen insbesondere das Fehlen einer Investitionsrichtlinie für Öl und Gas sowie undurchsichtiges Engagement[1] und inkonsequentes Verhalten gegenüber besonders klimaschädlichen Konzernen.

DWS bleibt massiv in fossile Konzerne investiert

Die DWS ist weiterhin in sehr hohem Umfang in besonders klimaschädliche Öl- und Gaskonzerne investiert. Selbst Unternehmen mit Öl- und Gasexpansionsplänen, die unkonventionelle Abbaumethoden betreiben oder weitere fossile Infrastruktur ausbauen, schließt die DWS nicht aus. Weiterlesen

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