Krisenblindes Lieferketten-Management schuf große Abhängigkeit von Russland

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der EnBW kritisiert urgewald gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sowie ukrainischen Umweltorganisationen, dass Deutschlands drittgrößter Energieversorger auch zweieinhalb Monate nach Beginn des verheerenden Angriffskrieges gegen die Ukraine weiterhin zu den größten Kunden Russlands gehört. 

Wie stark sich der Karlsruher Konzern von Russland abhängig gemacht hat, zeigen die Zahlen aus dem aktuellen Geschäftsbericht: Mit 3,57 Millionen Tonnen von insgesamt 4,19 Millionen Tonnen stammten 2021 rund 85 Prozent der importierten Steinkohle aus Russland. Geschätzt mindestens 50 Prozent der importierten 495 TWh fossilen Gases stammten ebenfalls von dort. (1)

Diese Abhängigkeit führt dazu, dass die EnBW – trotz systematischer Kriegsverbrechen und tausenden Toten durch die russische Aggression – weiterhin die Gas- und Kohlebezüge aus Russland aufrechterhält. Weiterlesen

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Wie viel Geld haben Sie seit Jahresbeginn für den Bezug von Kohle und Gas nach Russland überwiesen? Unsere Fragen an den EnBW-Vorstand

  • Die ukrainischen Umwelt-Organisationen EcoAction, Ekoltava und Ecoklub dokumentieren die russischen Umweltverbrechen sowie die Situation der ukrainischen AKWs seit Beginn der Bombardierungen durch die russische Armee. Sie haben zweimal angefragt, ob die EnBW zu einem Gespräch bereit wäre, bei dem die ukrainischen Organisationen darlegen könnten, wie die aktuelle Gefahrenlage vor Ort aussieht und welche konkreten Forderungen sie an Unternehmen haben, die nach wie vor Kohle, Öl und Gas aus Russland beziehen. Wieso ist die EnBW als einer der größten Importeure von russischem Gas und russischer Kohle zu einem solchen Gespräch nicht bereit? Ist es nicht das Mindeste, was man aktuell erwarten könnte, dass die EnBW den Betroffenen zumindest Gehör schenkt?
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Deutsche „Telepost-Chef“ Frank Appel verstößt gegen Corporate-Governance-Kodex

Klimaschutz, Flugverkehr, DHL-Hub Leipzig/Halle: 26 Fragen zur Hauptversammlung der Deutschen Post AG

Verstoß gegen den Deutschen Corporate Governace Kodex: Dr. Frank Appel ist Aufsichtsratsvorsitzender bei der Deutschen Telekom AG und Vorstandsvorsitzender bei der Deutschen Post AG.

Zur Hauptversammlung der Deutschen Post AG am 6. Mai 2022 hat der Dachverband folgende Fragen eingereicht:

A. Klimaschutz (1 – 6)
B. Flugverkehr und Ausbau des DHL-Hubs in Leipzig (7 – 18)
C. Deutscher Corporate Governance Kodex und Post-Chef Dr. Frank Appel (19 – 26)

A. Klimaschutz

1. Die Deutsche Post DHL Group hat die Begriffe „Netto-Null“ und „Null-Emissionen“ austauschbar und in verschiedenen Sprachversionen uneinheitlich verwendet, um ihr Ziel für 2050 zu beschreiben. Weiterlesen

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Weiterhin Finanzierung von Kohle, illegalem Bergbau, Atomwaffen: Unser Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand der Deutschen Bank AG wird seinem eigenen Bekenntnis zur Einhaltung internationaler Klimaziele und Sustainable Finance nicht gerecht.

Weiterhin Kredite für die Kohleindustrie

Trotz des verschärften Rahmenwerks für den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken von 2020 und der Unterzeichnung der Klimaverpflichtung deutscher Finanzinstitute und der Net Zero Banking Alliance ist die Deutsche Bank immer noch ein bedeutender Finanzierer für fossile Unternehmen. So fand eine Recherche der Umweltorganisation urgewald zur globalen Kohleindustrie zwischen Januar 2019 und November 2021, dass die Deutsche Bank in diesem Zeitraum 3,4 Milliarden US-Dollar an Krediten an die Kohleindustrie vergeben hat und eine wichtige Rolle im Underwriting spielt. Weiterlesen

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Allianz und Klimaschutz: Europas größter Versicherungskonzern verpasst den fossilen Ausstieg

  • Töchter Pimco und Allianz Global Investors schwach im Klimaschutz
  • Gasausbau in den Philippinen unter Beteiligung der Allianz gefährdet den „Amazonas der Ozeane“ und Lebensgrundlage der Lokalbevölkerung 

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der Allianz weist urgewald gemeinsam mit dem Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sowie den Umweltorganisationen Reclaim Finance aus Frankreich und CEED aus den Philippinen auf die offenen Probleme im Klimaschutz des Konzerns hin. 

Erst vergangenen Freitag hat die Allianz eine neue Richtlinie zu Öl und Gas veröffentlicht. urgewald und weitere Umweltorganisationen loben insbesondere den Ausschluss der Versicherung neuer Öl- und Gasfelder. Die neue Richtlinie adressiert jedoch nicht alle Probleme. Unter anderem gilt sie im Anlagenbereich nur für die Eigenanlage und nicht für die Gelder, die die Allianztöchter Pimco und Allianz Global Investors (AGI) für Dritte verwalten. Weiterlesen

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Trotz Ukrainekrieg: Weiterhin Geschäfte mit Russland. Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands der Uniper SE für das Geschäftsjahr 2021

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die Mitglieder des Vorstands nicht zu entlasten.

Begründung:

Der Vorstand der Uniper SE wird seiner Verantwortung für Klimaschutz und Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energien, insbesondere von Erdgas aus Russland, nicht gerecht.

Massiv steigende CO₂-Emissionen, kein Fokus auf erneuerbare Energien

Der Uniper-Vorstand hat die massive Abhängigkeit von fossilem Erdgas, vor allem aus Russland, aktiv vorangetrieben. Mehr als die Hälfte von Unipers Stromerzeugung 2021 basierte auf fossilem Erdgas und Öl, gegenüber 2020 benötigte Uniper 15 Prozent Öl und Gas. Weiterlesen

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Talanx – Mehr Klimaschutz dringend gesucht

  • Nach neuen Öl- und Gasrichtlinien von Hannover Re und Allianz muss Talanx nachziehen
  • Reduktion von CO2-Intensität bei hohen Öl- und Gaspreisen wenig ehrgeiziger Ansatz im Anlagebereich
  • Sowohl Talanx als auch Tochter Hannover Re müssen Ambitionen beim Kohleausschluss steigern  

Anlässlich der anstehenden Hauptversammlungen von Hannover Re (4.5.) und Talanx (5.5.) mahnt die Umweltorganisation urgewald gemeinsam mit dem Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zu mehr Tempo beim Klimaschutz.

Talanx-Tochter Hannover Re hatte bereits im März mitgeteilt, ab Mitte 2022 fakultative Rückversicherung für Exploration und/oder Erschließung neuer Öl- und Gasreserven sowie den ausschließlichen Transport und die Verwahrung neuer Öl- und Gasreserven auszuschließen. (1) Erst am vergangenen Freitag hat zudem Allianz als einer der größten Öl- und Gasversicherer weltweit mitgeteilt, ab 2023 keine neuen Öl- und Gasfelder, neue Ölkraftwerke, neue Midstream-Ölinfrastruktur sowie unkonventionelle Fördermethoden mehr zu versichern, in diese zu investieren oder bestehende Verträge für solche Projekte ab dem 1. Weiterlesen

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Große Limousinen und SUV sind Ressourcenfresser: Unsere Gegenanträge

Zu TOP 2, Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, die von der Verwaltung vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns abzulehnen.

Begründung:

Während die BMW AG im Geschäftsjahr 2021 ein längst aus Steuermitteln finanziertes Kurzarbeitergeld für breite Teile seiner Belegschaft erhalten hat, schüttet sie eine im Vergleich zum Vorjahr um 3,90 Euro höhere und damit eine extrem hohe Dividende aus.

Ein verantwortungsvolles und sich der Herausforderungen der Zukunft bewusstes Management würde eine Auszahlung einer Dividende von mehr als 3,8 Milliarden Euro unterbinden und einen deutlich größeren Teil des Unternehmensgewinns und der Auflösung von Rückstellungen im Rahmen des Diesel-Abgasskandals in die Transformation des Unternehmens und den Aufbau der für den Betrieb der BMW-Fahrzeuge notwendigen Infrastruktur investieren. Weiterlesen

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