Die Deutsche Bank muss auf die Internationale Energieagentur hören: Keine neuen Investitionen in fossile Energien!

Unsere Stellungnahme zur Hauptversammlung 2021 der Deutschen Bank AG

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Jahr 2015 hat sich die Deutsche Bank zur Unterstützung des Pariser Abkommens bekannt [1]. Seitdem hat das Handeln der Deutschen Bank jedoch nicht diesem Bekenntnis übereingestimmt.

Seit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens ist die Deutsche Bank eine wichtige Geldgeberin von Kohle, Öl und Gas. Laut dem Bericht „Banking on Climate Chaos“ hat die Deutsche Bank zwischen 2016 und 2020 30,438 Milliarden US-Dollar an Unternehmen vergeben, die für den Ausbau fossiler Brennstoffe verantwortlich sind [2]. Diese Investitionen untergraben massiv den Anspruch der Deutschen Bank, den Klimaschutz zu unterstützen. Weiterlesen

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„Nachhaltigkeitsdenken aus den 90ern“

Zu den heute von der Deutschen Bank verkündeten neuen Nachhaltigkeitszielen[1] sagt Regine Richter, Finanz-Campaignerin bei urgewald:

„Kraftstoffverbrauch der Dienstwagen reduzieren, Mitarbeiter*innen zu Nachhaltigkeit weiterbilden, schönklingenden Initiativen beitreten. Alles gut und richtig, aber auch peinlich, weil das Nachhaltigkeitsdenken aus den 90ern ist. Schritte verkünden, die leicht umsetzbar sind, aber niemandem wehtun und wenig bringen. Dass die Bank erkannt hat, wie stark sie von nachhaltigen Finanzgeschäften profitieren kann, ist nicht ambitioniert, sondern purer Opportunismus. Mit dieser Augenwischerei wird die Deutsche Bank der Klimakrise nicht gerecht. 

Gleichzeitig hält sie an fossilen Geschäften fest. Zum Beispiel wird sie den Börsengang von Wintershall DEA organisieren[2], der seine Öl- und Gasgeschäfte entgegen jeder Klimavernunft um 30 Prozent steigern will. Weiterlesen

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Wie viel RheinEnergie kann E.ON schlucken?

Pressemitteilung zur heutigen Hauptversammlung der E.ON SE / Fragen an den neuen Konzernchef Leonhard Birnbaum zum Atomgeschäft und zur Beteiligung an kommunalen Stadtwerken

Köln/Münster/Essen – Vor der heutigen Aktionärsversammlung der E.ON SE ist unklar, ob und wann der Essener Konzern seine Beteiligung am kommunalen Kölner Energieversorger RheinEnergie AG erhöhen kann. Dessen Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Petelkau sagte, derzeit stehe keine Entscheidung an, dass der E.ON-Konzern die 20-Prozent-Beteiligung über seine Tochtergesellschaft Westenergie GmbH aufstocke. Westenergie und RheinEnergie hatten im Dezember eine „strategische Partnerschaft“ geschlossen.

E.ON möchte über seine Tochtergesellschaft Westenergie die 20-Prozent-Beteiligung an der Kölner RheinEnergie aufstocken.

„Es ist nicht beabsichtigt, dass die Stadt Köln ihre Mehrheit an der RheinEnergie abgibt“, so Petelkau auf die gestrige Anfrage des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Weiterlesen

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„Grüner Anstrich reicht nicht“

Zur heutigen digitalen Hauptversammlung der Deutschen Börse kritisiert Barbara Happe, Finanz-Campaignerin bei urgewald und Vorständin des Dachverbands der Kritischen Aktionär*innen, die fehlenden Ambitionen des Konzerns, sich zum ethisch-nachhaltigen Handelsplatz zu entwickeln.

„Die Deutsche Börse präsentiert sich zur Hauptversammlung als Marktführerin für ESG-Produkte. Diesem hehren Anspruch folgen jedoch nicht die nötigen Taten. So hat die Deutsche Börse vergangenen Herbst bei der Überarbeitung des DAX-Regelwerkes eine Chance verpasst, die Dax-Familie endlich auf verbindliche Klima- und Menschenrechtsstandards festzulegen. Sie möchte offenbar noch immer nicht auf Geschäft mit Kunden aus fossilen Industrien oder mit Menschenrechtsproblemen in der Lieferkette verzichten. Das ESG-Segment sorgt lediglich für einen grünen Anstrich, während ansonsten business as usual betrieben wird. Weiterlesen

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Wieviel RheinEnergie kann E.ON schlucken?

66 Fragen an den E.ON-Vorstand auf de Hauptversammlung am 19. Mai 2021 zur Beteiligung am Urananreicher Urenco, zum Atomausstieg und zu Beteiligungen an kommunalen Energieversorgungsunternehmen

Fragen zum Urananreicherer Urenco

1. Wie hoch war die Dividende in 2020, die E.ON für die Urenco-Beteiligung erhalten hat?

2. Wer vertritt E.ON derzeit im Direktorium der Urenco und in welcher Funktion?

3. Wie oft hat der E.ON-Vertreter bei Urenco in 2020 den Vorstand von E.ON über die Urenco-Aktivitäten unterrichtet? Um welche Themen ging es dabei konkret?

4. Wie unterscheidet E.ON in Bezug auf Urenco zwischen „strategischen“ und „operativen“ Geschäftsvorhaben des Urananreicherers? Kann der Vorstand dazu ein relevantes Beispiel geben? Weiterlesen

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Commerzbank: Nachhaltiger Anspruch, dreckige Realität

  • Bank war in vergangenen Jahren größte deutsche Kreditgeberin für Kohle
  • Neue Daten: Immer mehr Geschäft mit expandierenden fossilen Firmen
  • Kein Ausschluss von Rüstungsfirmen, die kriegführende Staaten beliefern

Zur heutigen Hauptversammlung der zweitgrößten Privatbank Deutschlands fordert urgewald gemeinsam mit der Fridays-for-Future-Bewegung eine Paris-kompatible Klimastrategie vom neuen Konzernchef Manfred Knof. 

Bereits am vergangenen Freitag hat Fridays For Future deutschlandweit unter dem Motto #KeineKohleFürDieKohle gegen klimaschädliche Finanzgeschäfte der Commerzbank demonstriert.[1] In bundesweit über 50 Städten gab es Aktionen vor Commerzbank-Filialen.

Eine urgewald-Analyse von Ende Februar hat enthüllt, dass die Bank in den vergangenen zwei Jahren mit Krediten in Höhe von 4,2 Milliarden Euro größte deutsche Kreditgeberin der globalen Kohleindustrie war – international rangiert sie auf Platz 13 und ist damit die einzige deutsche Bank unter den 30 größten Kreditgeberinnen.[2] Weiterlesen

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Auf Irrwegen: Hensoldt AG kooperiert mit fragwürdigen Kunden

  • Gute Geschäfte mit Saudi-Arabien über Standort in Südafrika 
  • Saudische Drohnen im Jemenkrieg arbeiten mit Hensoldt-Technologie
  • Anteilseignerin Bundesregierung muss Exportstopp konsequent durchsetzen

Anlässlich der heutigen, ersten Hauptversammlung der Hensoldt AG nach dem Börsengang im vergangenen Herbst fordern die Nichtregierungsorganisationen urgewald und Open Secrets den Konzern auf, nicht weiter auf Wachstum durch Aufrüstung von Armeen und Waffenexporte in Kriegs- und Krisengebiete zu setzen.

Die Hensoldt AG hält im Rahmen einer ehrgeizigen Wachstumsstrategie an Geschäften mit hochproblematischen Kunden wie Saudi-Arabien fest. Ziel ist es, über den 2019 in Südafrika eröffneten Produktionsstandort Kunden im gesamten Nahen Osten mit Radargeräten für Kampfflugzeuge oder Sensoren für die Grenzsicherung zu beliefern.  Weiterlesen

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Klage gegen die Niederlande, Kohle-Lieferketten und Datteln 4: Unsere Fragen an den Vorstand von Uniper

Fragen zum Klimaschutz allgemein:

  • In Ihrem Nachhaltigkeitsbericht sprechen sie von „ehrgeizigen CO2-Zielen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen“. Worauf fußt die Behauptung, dass die CO2-Ziele im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen seien?
  • Bekennt sich Uniper zum 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens?

Fragen zur Energiecharta-Klage:

  • Laut dem Uniper-Nachhaltigkeitsbericht ist ein „[…] entscheidender Baustein [der] Dekarbonisierungsstrategie [der] ehrgeizige Plan zum Ausstieg aus der Kohleverstromung in Europa. Der Zeitplan sieht vor, dass [Uniper] die Erzeugung von Strom aus Kohle […] in den Niederlanden bis 2029 einstell[t].“ Wieso verklagt Uniper die Niederlande vor einem internationalen Schiedsgericht auf Entschädigung, wenn der Kohleausstieg 2029 gleichzeitig vollmundig als Teil der „ehrgeizigen Dekarbonisierungsstrategie“ beworben wird?
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