Fossile Abhängigkeiten und völkerrechtswidrige Projekte in der Westsahara: Rede von Mala Deimann

„Sie verschieben die Risiken auf Menschen im Globalen Süden“, kritisiert Mala Deimann gemeinsam mit Western Sahara Resource Watch die Aktivitäten von Siemens Energy.

Sehr geehrte Damen und Herren des Vorstands und Aufsichtsrats,
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

mein Name ist Mala Deimann und ich spreche für den Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Wir haben Gegenanträge zu den Tagesordnungspunkten zwei, drei und vier eingereicht.
Heute übernehme ich auch Fragen zweier Partnerorganisationen von uns, die nicht selbst anwesend sein können und uns ihre Anliegen übermittelt haben.

Siemens Energy investiert trotz eskalierender Klimakrise weiterhin massiv in fossile Gasinfrastruktur und schreibt damit auch langfristige fossile Abhängigkeiten fest. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/siemens-energy/fossile-abhaengigkeiten-und-voelkerrechtswidrige-projekte-in-der-westsahara-siemens-energy-vor-der-verantwortung/

TKMS-Schiffe in völkerrechtswidrige Konflikte involviert

  • Organisationen kritisieren riskante Lieferungen in Konflikt- und Kriegsgebiete
  • Transparenz zu Waffensystemen ohne menschliche Kontrolle gefordert

Zur ersten, virtuellen Hauptversammlung der TKMS AG am 27. Februar 2026 fordern die Organisationen Facing Finance, die Fondazione Finanza Etica und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre von dem Rüstungskonzern einen Lieferstopp an Staaten, die Völkerrecht und Menschenrechte missachten und entsprechende Richtlinien.

Saar 6 Korvetten von TKMS wurden nachweislich zum Beschuss von Gaza verwendet. Selbst 2024 und 2025, nach dem völkerrechtswidrigen Einsatz von TKMS-Korvetten in Gaza, hat TKMS die Rüstungsexporte fortgesetzt und weitere Komponenten für diese Korvetten nach Israel geliefert. „Einige institutionelle Investoren mit Investmentrichtlinien gegen Waffenlieferungen an Staaten, die systematisch internationales Recht brechen, haben TKMS daher von Investitionen ausgeschlossen“, sagt Luca Schiewe von Facing Finance. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/tkms-ag/tkms-schiffe-in-voelkerrechtswidrige-konflikte-involviert/

Thyssenkrupp Nucera und das risikobehaftete NEOM-Projekt in Saudi-Arabien

Rede von Markus Dufner auf der virtuellen Hauptversammlung von Thyssenkrupp Nucera am 25.02.2026

Sehr geehrter Herr Dr. Dinstuhl, sehr geehrter Herr Dr. Ponikwar, sehr geehrte Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands,

mein Name ist Markus Dufner, ich bin Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Der Dachverband spricht im Namen seiner 29 Mitgliedsorganisationen und vertritt auf der heutigen Hauptversammlung Aktien zahlreicher Kleinaktionärinnen und -aktionäre.

Am 30. Januar 2026 habe ich auf der Hauptversammlung des mit 50,19 Prozent größten Anteilseigners von Thyssenkrupp Nucera meine Bedenken gegen die Entscheidung vorgetragen, dass Thyssenkrupp zu einer Finanzholding umgebaut werden soll. Welche Folgen wird die Entscheidung für Thyssenkrupp Nucera haben? Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/thyssenkrupp-nucera/thyssenkrupp-nucera-und-das-risikobehaftete-neom-projekt-in-saudi-arabien/

Siemens Energy: Glaubwürdigkeit beginnt mit Verantwortung

  • Siemens Energy muss das Selbstbestimmungsrecht des sahrauischen Volkes achten
  • Weiterhin Atomgeschäfte mit russischem Staatskonzern Rosatom
  • Besorgniserregende Kündigung einer Betriebsrätin

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der Siemens Energy AG fordern zivilgesellschaftliche Organisationen das Unternehmen auf, der eigenen Verantwortung für eine sozial- und klimagerechte Energiewende nachzukommen. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre lehnt dazu den Dividendenvorschlag ab. Siemens Energy sollte deutlich mehr in erneuerbare Energien investieren und dabei den Schutz von Menschenrechten stärken.

EuGH-Urteil bestätigt: Siemens Energy sollte Projekte in der Westsahara neu bewerten

Siemens Energy trägt zur Ausbeutung des Volkes der Westsahara bei. Im Oktober 2024 verdeutlichte ein maßgebliches Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nochmals, dass Handelsabkommen, die das Hoheitsgebiet der Westsahara mit einschließen, ohne die Zustimmung des Volkes der Westsahara nicht gültig sind. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/siemens-energy/siemens-energy-glaubwuerdigkeit-beginnt-mit-verantwortung/

Seit 40 Jahren hat die Zivilgesellschaft eine Stimme auf Aktionärsversammlungen

Der Dachverband und seine Mitgliedsorganisationen verlangen Transparenz von börsennotierten Konzernen

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre setzt sich seit 1986 auf Hauptversammlungen börsennotierter Unternehmen für Umweltschutz und Menschenrechte ein. Nicht nur die 29 Mitgliedsorganisationen des Verbands, sondern auch Bürgerinitiativen, NGOs, die Zivilgesellschaft und indigene Gemeinschaften aus dem Globalen Süden erhalten so die Möglichkeit, direkt auf Konzerne einzuwirken. Auch 2026 werden die Kritischen Aktionär*innen an mehr als 50 Hauptversammlungen teilnehmen und sich für konsequenten Klimaschutz, Menschenrechte und faire Unternehmenspraxis einsetzen.

Der Grundstein wurde 1986 gelegt, als 13 Umwelt- und Menschenrechtsaktivist*innen beschlossen, sich nicht länger mit schönen Worten abspeisen zu lassen. Seitdem stellen Kritische Aktionär*innen auf Hauptversammlungen unbequeme Fragen zu Atomausstieg, Rüstungsexporten, Umwelt- und Klimaschutz, Frauen in Führungspositionen und Menschenrechten in Lieferketten. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/40-jahre-dachverband/seit-40-jahren-hat-die-zivilgesellschaft-eine-stimme-auf-aktionaersversammlungen/

Riskante Geschäftsbeziehungen und schleppender Fortschritt beim Klimaschutz: Rede von Vincent Kuhn

„Im Kreuzfahrtgeschäft muss das Unternehmen sein Tempo bei der Emissionsreduktion also mehr als vervierfachen, um die eigenen Ziele zu erreichen, welche sowieso schon nicht mit dem 1,5 Grad-Ziel gemäß des Pariser Klimaabkommens konform sind.“, mahnt Vincent Kuhn.

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat.

Mein Name ist Vincent Kuhn, ich spreche im Namen des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Ich habe im folgenden einige kritische Kommentare und Fragen bezüglich des diesjährigen Vergütungsberichts und der TUI Partnerschaft mit der kambodschanischen Prince Holding Group. Ich möchte in diesem Zuge auch unseren Gegenantrag zu TOP 10 stellen.

Internationale Ermittlungen gegen Ex-Geschäftspartner

Meine Damen und Herren,

Lassen Sie mich mit einem kurzen Überblick der Geschäftsbeziehungen zwischen der TUI AG und der Prince Holding Group beginnen, für die Anwesenden, die die Entwicklungen nicht mitbekommen haben. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/tui/riskante-geschaeftsbeziehungen-und-schleppender-fortschritt-beim-klimaschutz-rede-von-vincent-kuhn/

„Der Aufsichtsrat muss Anreize für Klimaschutz und Lieferkettensorgfalt setzen“ – Rede von Vincent Kuhn

„Auffällig ist (…), dass Aurubis anders als andere deutsche Unternehmen aus der Rohstoff- und Schwerindustrie bei der Vorstandsvergütung ausschließlich auf Arbeitsschutz setzt; Emissions- oder Recyclingziele sucht man vergeblich.“, kritisiert Vincent Kuhn auf der Aurubis Hauptversammlung 2026.

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat.

Mein Name ist Vincent Kuhn, ich spreche heute auch im Namen des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Ich habe im Folgenden nur einige kurze Anmerkungen zum diesjährigen Vergütungsbericht.

Fehlender Klimaschutz in der Vorstandsvergütung

Wir unterstützen Aurubis‘ Bestrebungen internationaler Nachhaltigkeitsführer in der Kupferbranche zu sein voll und ganz. Dieser Anspruch muss sich aber endlich auch im Vergütungssystem des Vorstands widerspiegeln. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/aurubis/der-aufsichtsrat-muss-anreize-fuer-klimaschutz-und-lieferkettensorgfalt-setzen-rede-von-vincent-kuhn/

Erhöhte Krebsraten, Schwermetallverseuchungen und Zwangsumsiedlungen: Facing Finance fordert Transparenz von Aurubis – Redebeitrag von Luca Schiewe, verlesen von Mala Deimann

„Das ist keine Risikobewertung, sondern eine bewusste Bagatellisierung von Menschenrechtsgefahren zugunsten der Absicherung von Versorgung und Profit“, kritisiert Mala Deimann auch im Namen von Facing Finance die fehlende Transparenz in Aurubis‘ Lieferketten.

Sehr geehrter Vorstand,
sehr geehrter Aufsichtsrat,
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Mein Name ist Mala Deimann und ich spreche für den Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Da unsere Partnerorganisation Facing Finance, mit der wir gemeinsam die Gegenanträge eingereicht haben, heute leider nicht anwesend sein kann, freue ich mich, Ihnen nun die Rede von Luca Schiewe (Facing Finance) vorzutragen:

Aurubis ist ein Schlüsselunternehmen für die Energiewende. Kupfer ist eines der zentralen Metalle für erneuerbare Energien, Netze, Speicher und Elektromobilität. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/aurubis/erhoehte-krebsraten-schwermetallverseuchungen-und-zwangsumsiedlungen-facing-finance-fordert-transparenz-von-aurubis-redebeitrag-von-luca-schiewe-verlesen-von-mala-deimann/