„Erosion der Demokratie durch RWE“

„Eine bis heute andauernde, vorsätzliche Zerstörung von Natur, Dörfern und Klima; Gesundheitsschädigungen und eine Erosion der Demokratie“ – so lautet das Fazit der Jury auf der ersten Tagung des RWE-Tribunals. Es fand vom 18. bis 20. Juni in Lützerath statt – nur wenige hundert Meter entfernt vom „Tatort“ Braunkohletagebau Garzweiler.

Erfolgreicher Auftakt des RWE-Tribunals: Initiator Alfred Weinberg und Sabina Rothe von der Vorbereitungsgruppe (Foto: Keeweel)
Die Wiese neben dem Hofgut Heukamp in Lützerath bot beste Bedingungen für das RWE-Tribunal (Fotos: Der Pilger)
Eckhardt Heukamp, Landwirt in Lützerath, sagte als Zeuge gegen RWE aus. Sein Hof ist nur noch wenige hundert Meter von der Tagebaukante entfernt.
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RWE-Tribunal tagt am Tatort

Auftakt im Rheinischen Braunkohlerevier in Lützerath / Betroffene wehren sich gegen RWE-Konzern und NRW-Landesregierung

Gemeinsam Pressemitteilung von Attac, Gesellschaft für bedrohte Völker und Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre

An diesem Wochenende kommen in Lützerath am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler II Klimaverbrechen, Gesundheitsschädigung, Heimatvertreibung und Umweltzerstörung durch die RWE AG zur Anklage.

Eckhardt Heukamp (re.), Landwirt in Lützerath, freut sich über die Unterstützung durch das RWE-Tribunal (li. Markus Dufner vom Dachverband der Kritischen Aktionär*innen)

In dem öffentlichen RWE-Tribunal mit Ankläger*innen, einer Jury und vielen Zeug*innen soll der gesamte „NRWE-Komplex“ verhandelt werden. Weiterlesen

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35 Jahre Kritische Aktionärinnen und Aktionäre

Der Dachverband bündelt Konzernkritik / Stimme gegen rücksichtsloses Profitstreben

Broschüre „17 Ideen für eine Welt von morgen“ des RENN: „Seit über 30 Jahren bündeln die ‚Kritischen Aktionäre‘ Konzernkritik auf Hauptversammlungen“

Seit 1986 setzt sich der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionär für Umweltschutz, Menschenrechte und gegen Rüstungsproduktion ein. In den vergangenen Jahren lag ein Schwerpunkt der Arbeit auf den UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs). In der Kampagne SDGs im Praxis-Check fordern die Kritischen Aktionäre von den Konzernen, einen glaubhaften Beitrag zur Verwirklichung des SDG 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ zu leisten.

Die „Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien“ (RENN) haben den Dachverband in ihre Broschüre „Nordrhein-Westfalen macht einfach. Weiterlesen

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Bundestag beschließt Lieferkettengesetz: „Noch nicht am Ziel, aber endlich am Start“

Der Bundestag hat in seiner heutigen Sitzung das Lieferkettengesetz verabschiedet. Johanna Kusch, Koordinatorin des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Initiative Lieferkettengesetz“, kommentiert:

„Im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in den Lieferketten sind wir noch lange nicht am Ziel, aber seit heute endlich am Start: Erstmalig verpflichtet hierzulande ein Gesetz Unternehmen, Verantwortung für die Menschen in ihren Lieferketten zu übernehmen. Das ist ein Erfolg der Zivilgesellschaft und eine gute Nachricht für Alle, die unter ausbeuterischen Bedingungen in den Lieferketten deutscher Unternehmen arbeiten.

Der heutigen Abstimmung im Bundestag ist eine Lobbyschlacht vorausgegangen, die ihresgleichen sucht. Leider haben das Wirtschaftsministerium und viele Unions-Abgeordnete das Gesetz auf Druck der Wirtschaftslobbyisten an zahlreichen Stellen abgeschwächt. Weiterlesen

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Fragen an die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA)

Virtuelle Hauptversammlung am 10. Juni 2021 / Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath beantwortete viele Fragen zum Thema Rüstung nicht.

  1. Im Hafen von Triest hat die HHLA eine Mehrheitsbeteiligung von 50,01 % am Multifunktionsterminal Piattaforma Logistica Triest (PLT). AngelaTitzrath, Vorstandsvorsitzende der HHLA, sprach im September 2020 von der strategischen Bedeutung dieser Investition. Triest biete sich an als Tor nach Süd- und Osteuropa*. Der Vorstandsvorsitzende der PLT, Francesco Parisi, freut sich, nun die Bahntochter Metrans von Triest aus mitnutzen zu können**. Denkt er dabei an einen Anschluss an die Modalverkehre Richtung Russland und China, Stichwort: Seidengleise?
    Antwort: Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren italienischen Partnern und der motitivierten Belegschaft der HHLA PLT Italy zu einem bedeutenden südlichen Knotenpunkt innerhalb unseres Hafen-Intermodalnetzwerks auszubauen.
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Kein Ausschluss von Ölfirmen in Klimafonds: DWS noch lange nicht nachhaltig

Anlässlich der am Mittwoch (9. Juni) stattfindenden Hauptversammlung von DWS fordert die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald weitergehende Bemühungen vom deutschen Vermögensverwalter ein, für sämtliche seiner Produkte Umwelt- und Sozialstandards anzuwenden.

Katrin Ganswindt, Finanz-Campaignerin bei urgewald, kommentiert die Strategie der DWS:

„Wer Europas führender ESG-Vermögensverwalter werden will [1], muss konsequent Unternehmen aussortieren, die fundamentale Umwelt- und Menschenrechte verletzen. Dazu gehören z.B. Kohle-, Öl- und Gasfirmen sowie Rüstungsunternehmen, die Atomwaffen herstellen oder an kriegführende und menschenrechtsverletzende Staaten liefern.“

Zwar baue die DWS ihr Angebot an ESG-klassifizierten Fonds weiter aus und dadurch werde weniger verwaltetes Geld unter anderem in Kohlefirmen und Atomwaffenhersteller investiert. Der Weg zu einem nachhaltigen Vermögensverwalter sei allerdings immer noch ein weiter, so Ganswindt. Weiterlesen

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Engagement, Beteiligung an fossilen Energieunternehmen sowie umweltbezogene und menschenrechtliche Sorgfaltspflichten: Unsere Fragen an den Vorstand der DWS

Fragen zu Nachhaltigkeit allgemein

  • Sehr geehrter Herr Wöhrmann, in Ihrer Rede sprachen Sie davon, dass für das nachhaltige Handeln der DWS Ihr direkter Austausch mit Unternehmen zentral sei, in den Sie viel Zeit und Herzblut investieren würden. Wie viele Unternehmensdialoge führen Sie derzeit und was sind ihre bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse?
  • Nur dann, wenn Ihre Bemühungen im Rahmen der Dialoge mit Unternehmen nicht zu den erwünschten Ergebnissen führen, wollen Sie diese Unternehmen aus Ihrem Anlageuniversum ausschließen. Ist dies bereits auf Grundlage Ihrer neuen ESG-Bewertungssysteme passiert?
  • Wie vielen Unternehmen in Ihrem Anlageuniversum droht der Ausschluss aktuell, um welche handelt es sich und bis wann müssen die Verbesserungen nachgewiesen sein?
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Rüstungsexporte und Parteispenden: Unsere Fragen an den Vorstand von Jenoptik

Fragen zu Spenden und Sponsoring

  • Gab es Spenden der Jenoptik AG oder einer ihrer Tochtergesellschaften an politische Parteien in den Jahren 2018-2020? Wenn ja, schlüsseln Sie die Antworten bitte auf nach Betrag, empfangende Partei inkl. Verband und Datum der Spende.
  • Hat die Jenoptik AG in dem zuvor genannten Zeitraum sogenanntes Parteisponsoring vorgenommen? Wenn ja, schlüsseln Sie die Antworten bitte auf nach Betrag, Empfänger, Datum und Art des Sponsorings.
  • Welche Zahlungen hat die Jenoptik AG im Zeitraum 2018-2020 an sog. Interessensgruppen oder Lobbyvertreter getätigt. Welche Parteispenden wiederum haben diese, inkl. Metallverbänden, getätigt?
  • Welche Zahlungen oder Mitgliedsbeiträge an andere deutsche Thinktanks, Lobby- oder Interessensvertreter sowie Organisationen hat Jenoptik im Zeitraum 2018-2020 getätigt?
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