Heckler & Koch AG Hauptversammlung 2022

„Grüne-Länder-Strategie“ wird weiterhin nicht konsequent umgesetzt: Gegenanträge von Jürgen Grässlin

Gegenantrag zur Hauptversammlung der Heckler & Koch AG am 03.08.2022

Zu TOP 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Die Mitglieder des Vorstands werden nicht entlastet.

Begründung:

Der Vorstand der Heckler & Koch AG wird dem eigenen Anspruch weiterhin nicht gerecht, den Konzern zu einem „Vorreiter einer verantwortungsvollen Rüstungsexportstrategie“ werden zu lassen. Die selbstgesetzte „Grüne-Länder Strategie“ wird weiterhin nicht konsequent genug umsetzt.

Umsatzanstieg jenseits der „Grünen Länder“

Zwar gibt die Heckler & Koch AG im aktuellen Geschäftsbericht an, dass der Umsatz auch 2021 ausschließlich in „Grünen Ländern“ erfolgt sei. Ein Blick in die Bilanzzahlen zeigt jedoch einen deutlichen Anstieg des Umsatzes in Ländern, die nicht darunter fallen (Rest der Welt) von 2.000 im Jahr 2020 auf 126.000 Euro in 2021. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/heckler-koch/gruene-laender-strategie-wird-weiterhin-nicht-konsequent-umgesetzt-gegenantraege-von-juergen-graesslin/

Deutsche Bank AG Greenwashing

Gefährliches Greenwashing

Protestaktion zur Hauptversammlung der Deutschen Bank 2022. Foto: Koala Kollektiv

Von wegen nachhaltig: Die Deutsche Bank finanziert weiterhin neue Gas- und Ölprojekte. Das muss sich ändern, wie unsere Klimaaktivistinnen per Video auf der virtuellen Hauptversammlung deutlich gemacht haben.

Es wäre mit 1440 km die weltweit längste beheizte Pipeline: Ölkonzerne wie TotalEnergies treiben den Bau der East African Crude Oil Pipeline (EACOP) in Uganda und Tansania voran, stoßen jedoch auf entschiedenen Protest lokaler Gruppen und von Klimaaktivist*innen. Zu Recht: Das Projekt vertreibt lokale Gemeinden, gefährdet die Tierwelt und schadet dem Klima.

Keine Probleme damit haben die Banken, die TotalEnergies finanzieren. Vorne mit dabei: die Deutsche Bank. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/deutsche_bank/gefaehrliches-greenwashing/

Virtuelle Hauptversammlungen

Konzernkritik in Gefahr?

Markus Dufner sprach auf der Hauptversammlung 2022 der Deutschen Telekom ‒ in Präsenz die Ausnahme unter den Dax-Konzernen. Foto: DV

In Zukunft könnten viele Hauptversammlungen rein virtuell bleiben. Wir werden weiter in der Praxis dafür sorgen, dass zivilgesellschaftliche Konzernkritik nicht verstummt – ob virtuell oder in Präsenz.

Nach zwei Jahren virtueller Hauptversammlungen ohne Aktionär*innen und daher auch ohne Debatten hat die Bundesregierung nach deutlicher Kritik auch von uns die Aktionärsrechte wieder etwas gestärkt. Doch es bleibt fraglich, ob die neuen Regeln ab nächstem Jahr für eine gleichwertige Alternative zur Präsenzveranstaltung sorgen.

Die meisten Aktiengesellschaften scheuten den direkten Dialog mit ihren Aktionär*innen und gingen auch im dritten Jahr pandemiebedingt rein virtuell stattfindender Hauptversammlungen nicht über das gesetzliche Minimum hinaus. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/virtuelle-hauptversammlungen/konzernkritik-in-gefahr/

Pressemitteilung Virtuelle Hauptversammlungen

Drohende Konzernwillkür durch eingeschränktes Fragerecht

  • Strittige Themen und Fragen könnten unberücksichtigt bleiben, wenn Aktiengesellschaften das Recht erhalten, die Anzahl der Fragen nach eigenem Ermessen zu begrenzen
  • Zuvor geplante, massive Einschränkungen der Aktionärsrechte nach lautstarker Kritik abgewendet
  • Umfassende Reform der Aktienrechts zur Stärkung der Aktionärsrechte nötig

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und die Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) kritisieren die vom Bundestag verabschiedete gesetzliche Regelung zu virtuellen Hauptversammlungen als weiterhin unzureichende Alternative zur Präsenzveranstaltung, da die Organisationen Aktionär:innenrechte gefährdet sehen.

Die CBG erkennt keine Notwendigkeit für eine Änderung des Aktiengesetzes. „Es ist nicht einzusehen, warum Bayer und Co. nun auch ohne pandemische Not die Möglichkeit erhalten sollten, vor der Konzernkritik ins Internet zu fliehen und Aktionär:innen-Rechte generell zu schwächen“, erklärt CBG-Geschäftsführer Marius Stelzmann. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/virtuelle-hauptversammlungen/drohende-konzernwillkuer-durch-eingeschraenktes-fragerecht/

Südzucker AG Hauptversammlung 2022

Folgen des Einsatzes hochgiftiger Pestizide, neue Klimaziele und Zucker als Gesundheitsrisiko: Unsere Fragen an den Vorstand von Südzucker

Fragen zum Einsatz von Neonikotinoiden/Notfallzulassung für illegale Pestizide

Drei Neonikotinoide (darunter auch Thiomethoxam) sind seit 2018 im Freiland verboten, da sie sehr gefährlich unter anderem für Honig- und Wildbienen sind. Durch die Hintertür des legalen Instruments der „Notfallzulassung“ kommen sie dennoch wieder zur Anwendung. Neonikotinoide sind hoch bienengefährlich und schädigen auch andere Tierarten wie Bodenorganismen und Vögel. Sie sind hoch toxisch, langlebig und wasserlöslich. So verbreiten sie sich weit in der Umwelt und richten noch Jahre nach ihrer Ausbringung Schaden an. Seit einem Moratorium 2013 dürfen die drei giftigsten Neonikotinoide in der EU nicht mehr eingesetzt werden. Dennoch findet man Rückstände dieser Stoffe breit verteilt in Gewässern. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/suedzucker/folgen-des-einsatzes-hochgiftiger-pestizide-neue-klimaziele-und-zucker-als-gesundheitsrisiko-unsere-fragen-an-den-vorstand-von-suedzucker/

Lieferkettengesetz

Für ein wirksames EU-Lieferkettengesetz

Es ist an der Zeit, dass Europa Verantwortung übernimmt und ein wirksames EU-Lieferkettengesetz beschließt: So kann Europa für unseren Planeten und seine Menschen einen echten Unterschied machen. Jetzt Petition unterschreiben!

Kinder in Indien graben in tiefen Löchern nach dem Glitzer-Mineral Mica. Menschen, die unsere Kleidung herstellen, arbeiten zu Hungerlöhnen. Ein Konzern aus Europa bedroht mit einem Mega-Erdölprojekt Menschen und Tiere in Ostafrika. Überall auf der Welt leiden Mensch und Natur in den Wertschöpfungsketten europäischer Unternehmen. Freiwillig ergreifen die meisten Unternehmen keine ausreichenden Maßnahmen, um Menschenrechte und die Umwelt zu schützen. 

Als Initiative Lieferkettengesetz haben wir deshalb die Bundesregierung aufgefordert, einen gesetzlichen Rahmen gegen Gewinne ohne Gewissen auf den Weg zu bringen. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/lieferkettengesetz/fuer-ein-wirksames-eu-lieferkettengesetz/

Jahrestagung 2022

Konzernkritik in Gefahr?

Jahrestagung des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre am 10. September 2022 in der Melanchthon Akademie Köln / Ausstellung „Klimakiller Zement“ bis zum 28. September

Alle Plätze für die Präsenzveranstaltung in der Melanchthon Akademie Köln, Kartäuserwall 24B, 50678 Köln sind schon vergeben. Sie können sich aber noch für die Online-Übertragung der Jahrestagung anmelden. Bitte senden Sie eine Email an dachverband[at]kritischeaktionaere.de.

Bisher stehen vor allem die Energiekonzerne in der Kritik, ihr Geschäftsmodell nicht hinreichend auf die Erfordernisse des Schutzes von Klima und Menschenrechten auszurichten. Aber nicht nur die Lieferketten von Kohle, Öl und Gas beinhalten massive Risiken, auch die Baustoffbranche muss sich grundlegend wandeln. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/jahrestagung-2022/jahrestagung-2022/

Mercedes-Benz Group AG Heckler & Koch AG

Aachener Friedenspreis für Holger Rothbauer

Kritischer Aktionär bei Daimler und Heckler & Koch

Holger Rothbauer bei seiner Rede auf der Daimler-Hauptversammlung im Jahr 2011

Der Tübinger Rechtsanwalt Holger Rothbauer erhält den Aachener Friedenspreis für sein jahrzehntelanges Engagement gegen illegale Waffenexporte deutscher Rüstungskonzerne und für eine rechtliche Neuaufstellung der deutschen Rüstungsexportkontrolle. Rothbauer klagte erfolgreich gegen illegale Geschäfte der Waffenhersteller Heckler & Koch und Sig Sauer.

Das Mitglied von Ohne Rüstung Leben nahm über viele Jahre mit den Kritischen Aktionär*innen Daimler (KAD) an den Hauptversammlungen des Daimler AG teil. In seinem Gegenantrag zur Daimler-Hauptversammlung 2017 vermerkte Rothbauer: „In den vergangenen Hauptversammlungen seit dem Jahr 1988 der damaligen Daimler-Benz AG, dann der DaimlerChrysler AG und nun der Daimler AG konnten die Kritischen AktionärInnen Daimler … mit der immer größer gewordenen Unterstützung bis hin zur überwältigenden Mehrheit der anwesenden AktionärInnen erreichen, dass die Daimler AG vom einst größten deutschen Rüstungsunternehmen zu einem wieder weltweit führenden ZIVILEN Mobilitätskonzern konvertiert ist. Weiterlesen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.kritischeaktionaere.de/mercedes-benz/aachener-friedenspreis-fuer-holger-rothbauer/