Volkswagen AG Hauptversammlung 2022

Modellpolitik, Klimaschutz, Lieferketten, menschenrechtliche Sorgfalt und Frauenanteil: Unsere Fragen an den Vorstand von VW

Dividende

  • Noch immer verkauft die Volkswagen Group zum weitaus überwiegenden Teil Autos mit Verbrennungsmotoren und es gibt beim aktuellen Portfolio erheblichen Verbesserungsbedarf. Große, schwere Autos – egal ob als reiner Verbrenner, als Plug-in-Hybride oder als E-Auto – sind das Gegenteil von Nachhaltigkeit; sie sind Ressourcenfresser. Je höher die Leistung, desto höher der Energieverbrauch. Bei Autos mit Verbrennungsmotor ist das offensichtlich, aber natürlich ist auch nicht jedes E-Auto ein Ökomobil. Sollte Volkswagen nicht einen höheren Anteil des Unternehmensgewinns in den Konzernumbau und in die Entwicklung umweltfreundlicher und ressourceneffizienter Fahrzeuge investieren?
  • Während die Volkswagen AG im Geschäftsjahr 2021 ein längst aus Steuermitteln finanziertes Kurzarbeitergeld für breite Teile seiner Belegschaft erhalten hat, schüttet sie eine im Vergleich zum Vorjahr höhere und mit 7,50 je Stammaktie vergleichsweise hohe Dividende aus.
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Deutsche Lufthansa AG Hauptversammlung 2022

Welche Maßnahmen sind zur Reduktion der Emissionen geplant, die nicht auf Offsetting-Mechanismen beruhen? Unsere Fragen an den Lufthansa-Vorstand

  1. Die Lufthansa strebt an, die Netto-CO2-Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2019 zu halbieren und bis 2050 CO2-neutral zu werden. Welche Maßnahmen sind zur Reduktion der Emissionen geplant, die nicht auf Offsetting-Mechanismen beruhen? Diese haben laut einer Studie des Öko-Instituts nur in rund 2% der Fälle eine hohe Wahrscheinlichkeit, zu einer tatsächlichen Kompensation von Emissionen zu führen.
  2. Wie positioniert sich die Lufthansa zu der Feststellung, dass zur Einhaltung des 1,5°C-Limits sofortige Emissionseinsparungen in hohem Umfang notwendig sind – diese aber nur durch die Reduktion von Flügen in ausreichendem Maße und schnell genug erreicht werden können?
  3. Inwiefern berechnet die Lufthansa in ihrem Einsparungsziel Nicht-CO2-Effekte des Fliegens ein, vor allem Kondensstreifen und daraus resultierende Kondensstreifen-Zirren, welche die Treibhauswirkung des Fliegens ungefähr verdreifachen?
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MTU Aero Engines AG Hauptversammlung 2022

Wie bereiten Sie sich auf die Ergänzung der EU-Taxonomie vor? Unsere Fragen an den MTU-Vorstand

Klimaschutz

  1. Die MTU gibt an, Ihre ecoRoadmap ab 2022 ausweiten zu wollen und in ihrem Programm „MTU Green Europe“ auch CO2-Reduzierungen an allen europäischen Produktionsstandorten einzubeziehen. Die Zielsetzung für CO2-Reduktionen soll dabei auf Standortebene erfolgen. Wie wird diese standortbezogene Zielsetzung ermittelt und koordiniert? Welchen Zeitplan haben Sie für die Festlegung und Umsetzung der Ziele?
  2. Verfolgt die MTU eine konzernweite Strategie zur zur Senkung ihrer Scope-1-, -2-, und -3-Emissionen? Wie sehen ihre konkreten konzernweiten Klimaziele aus?
  3. Ermittelt die MTU die Höhe ihrer Scope-3-Emissionen (d.h. vor- und nachgelagerten Emissionen entlang der Lieferkette)? Wenn ja, wie? Welche konkreten Ziele zur Senkung Ihrer Scope-3-Emissionen hat die MTU?
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EnBW AG Pressemitteilung Hauptversammlung 2022

Krisenblindes Lieferketten-Management schuf große Abhängigkeit von Russland

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der EnBW kritisiert urgewald gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sowie ukrainischen Umweltorganisationen, dass Deutschlands drittgrößter Energieversorger auch zweieinhalb Monate nach Beginn des verheerenden Angriffskrieges gegen die Ukraine weiterhin zu den größten Kunden Russlands gehört. 

Wie stark sich der Karlsruher Konzern von Russland abhängig gemacht hat, zeigen die Zahlen aus dem aktuellen Geschäftsbericht: Mit 3,57 Millionen Tonnen von insgesamt 4,19 Millionen Tonnen stammten 2021 rund 85 Prozent der importierten Steinkohle aus Russland. Geschätzt mindestens 50 Prozent der importierten 495 TWh fossilen Gases stammten ebenfalls von dort. (1)

Diese Abhängigkeit führt dazu, dass die EnBW – trotz systematischer Kriegsverbrechen und tausenden Toten durch die russische Aggression – weiterhin die Gas- und Kohlebezüge aus Russland aufrechterhält. Weiterlesen

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EnBW AG Hauptversammlung 2022

Wie viel Geld haben Sie seit Jahresbeginn für den Bezug von Kohle und Gas nach Russland überwiesen? Unsere Fragen an den EnBW-Vorstand

  • Die ukrainischen Umwelt-Organisationen EcoAction, Ekoltava und Ecoklub dokumentieren die russischen Umweltverbrechen sowie die Situation der ukrainischen AKWs seit Beginn der Bombardierungen durch die russische Armee. Sie haben zweimal angefragt, ob die EnBW zu einem Gespräch bereit wäre, bei dem die ukrainischen Organisationen darlegen könnten, wie die aktuelle Gefahrenlage vor Ort aussieht und welche konkreten Forderungen sie an Unternehmen haben, die nach wie vor Kohle, Öl und Gas aus Russland beziehen. Wieso ist die EnBW als einer der größten Importeure von russischem Gas und russischer Kohle zu einem solchen Gespräch nicht bereit? Ist es nicht das Mindeste, was man aktuell erwarten könnte, dass die EnBW den Betroffenen zumindest Gehör schenkt?
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Deutsche Post AG/DHL Hauptversammlung 2022

Deutsche „Telepost-Chef“ Frank Appel verstößt gegen Corporate-Governance-Kodex

Klimaschutz, Flugverkehr, DHL-Hub Leipzig/Halle: 26 Fragen zur Hauptversammlung der Deutschen Post AG

Verstoß gegen den Deutschen Corporate Governace Kodex: Dr. Frank Appel ist Aufsichtsratsvorsitzender bei der Deutschen Telekom AG und Vorstandsvorsitzender bei der Deutschen Post AG.

Zur Hauptversammlung der Deutschen Post AG am 6. Mai 2022 hat der Dachverband folgende Fragen eingereicht:

A. Klimaschutz (1 – 6)
B. Flugverkehr und Ausbau des DHL-Hubs in Leipzig (7 – 18)
C. Deutscher Corporate Governance Kodex und Post-Chef Dr. Frank Appel (19 – 26)

A. Klimaschutz

1. Die Deutsche Post DHL Group hat die Begriffe „Netto-Null“ und „Null-Emissionen“ austauschbar und in verschiedenen Sprachversionen uneinheitlich verwendet, um ihr Ziel für 2050 zu beschreiben. Weiterlesen

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Deutsche Bank AG Hauptversammlung 2022

Weiterhin Finanzierung von Kohle, illegalem Bergbau, Atomwaffen: Unser Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand der Deutschen Bank AG wird seinem eigenen Bekenntnis zur Einhaltung internationaler Klimaziele und Sustainable Finance nicht gerecht.

Weiterhin Kredite für die Kohleindustrie

Trotz des verschärften Rahmenwerks für den Umgang mit Umwelt- und Sozialrisiken von 2020 und der Unterzeichnung der Klimaverpflichtung deutscher Finanzinstitute und der Net Zero Banking Alliance ist die Deutsche Bank immer noch ein bedeutender Finanzierer für fossile Unternehmen. So fand eine Recherche der Umweltorganisation urgewald zur globalen Kohleindustrie zwischen Januar 2019 und November 2021, dass die Deutsche Bank in diesem Zeitraum 3,4 Milliarden US-Dollar an Krediten an die Kohleindustrie vergeben hat und eine wichtige Rolle im Underwriting spielt. Weiterlesen

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Allianz SE Pressemitteilung Hauptversammlung 2022

Allianz und Klimaschutz: Europas größter Versicherungskonzern verpasst den fossilen Ausstieg

  • Töchter Pimco und Allianz Global Investors schwach im Klimaschutz
  • Gasausbau in den Philippinen unter Beteiligung der Allianz gefährdet den „Amazonas der Ozeane“ und Lebensgrundlage der Lokalbevölkerung 

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der Allianz weist urgewald gemeinsam mit dem Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sowie den Umweltorganisationen Reclaim Finance aus Frankreich und CEED aus den Philippinen auf die offenen Probleme im Klimaschutz des Konzerns hin. 

Erst vergangenen Freitag hat die Allianz eine neue Richtlinie zu Öl und Gas veröffentlicht. urgewald und weitere Umweltorganisationen loben insbesondere den Ausschluss der Versicherung neuer Öl- und Gasfelder. Die neue Richtlinie adressiert jedoch nicht alle Probleme. Unter anderem gilt sie im Anlagenbereich nur für die Eigenanlage und nicht für die Gelder, die die Allianztöchter Pimco und Allianz Global Investors (AGI) für Dritte verwalten. Weiterlesen

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