Pressemitteilung Siemens Energy AG Hauptversammlung 2022

Siemens Energy: Windparks in besetzter Westsahara und miserable Klimabilanz

  • Siemens Energy stabilisiert Westsahara-Besatzung durch umstrittene Windenergieprojekte
  • Aufträge für fossile Gasprojekte sorgen für schlechte Klimabilanz

Vor der morgigen Hauptversammlung der Siemens Energy AG fordern Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen den Konzern auf, Lieferungen in völkerrechtswidrig besetze Gebiete konsequent auszuschließen und aus fossilen Energieprojekten auszusteigen.

Windparks in besetzter Westsahara: Siemens Energy muss Völkerrecht achten

Das Tochterunternehmen Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) hat im vergangenen Jahr damit begonnen, Windräder für den Windpark Boujdour in das Kriegsgebiet der völkerrechtswidrig von Marokko besetzten Westsahara zu verschiffen. Dies wird der fünfte Windpark, der unter Siemens-Beteiligung in Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht und unter Missachtung der Rechte des Volkes der Westsahara entsteht. Weiterlesen

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Pressemitteilung Siemens Energy AG Hauptversammlung 2022

Siemens Energy: Klimaschädliche Geschäfte trotz nachhaltiger Rhethorik

  • Geplanter Kohle-Gas-Umstieg führt nicht zur Dekarbonisierung des Portfolios
  • Fokus auf „Gas and Power“-Sparte schreibt Klimaschäden fort
  • Beteiligung an LNG-Projekten wie Arctic LNG2 in Russland sowie Port Açu in Brasilien treiben Klimawandel an

Vor der morgigen Hauptversammlung von Siemens Energy kritisieren die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre das nach wie vor klimaschädliche Geschäftsmodell des Unternehmens. Siemens Energy-Vorstandsvorsitzender Christian Bruch betont in seiner vorab veröffentlichten Rede [1] zwar Begriffe wie Transformation, Nachhaltigkeit und Energiewende. Die Rede zeigt jedoch, dass Siemens Energy auf die „Gas and Power“-Sparte als Gewinnbringer setzt. Damit konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf den schnellen Umstieg von Kohle zu fossilem Gas, statt eine echte Transformation weg von den fossilen Energien einzuleiten. Weiterlesen

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Siemens Energy AG Hauptversammlung 2022

Fossile Gasprojekte, Wasserstoff, Klimaschutz und völkerrechtswidrige Windparks in der Westsahara: Unsere Fragen an den Vorstand von Siemens Energy

In unseren Gegenanträgen kritisieren wir, dass derr Vorstand der Siemens Energy AG seiner Verantwortung zur Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens nicht gerecht wird, weil sich der Konzern weiterhin an besonders klimaschädlichen Energieprojekten beteiligt.

Fragen zu Treibhausgasemissionen und Klimaschutzstrategie

  • Herr Dr. Bruch, in Ihrer vorab veröffentlichten Rede haben Sie angekündigt, schnellstmöglich von Kohle auf Gas umzusteigen; dass Gaskraftwerke die Emissionen gegenüber dem Einsatz von Kohle nahezu halbieren könnten. Doch für effektiven Klimaschutz müssen wir nicht nur die Emissionen einzelner Kraftwerke ansehen, sondern die gesamten Emissionen, die bei Gewinnung, Transport und Verbrauch von fossilem Gas entstehen. Fossiles Gas ist zum Teil ähnlich klimaschädlich wie Kohle, gerade wenn es sich um Flüssigas (LNG) handelt, das per Fracking gewonnen wurde und lange Transportwege mit Methanlecks bis zum Kraftwerk hat.
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Aurubis AG Kohleausstieg

“Aurubis hat sich für seine Stromversorgung die dreckigste Variante ausgesucht“

Neue Webseite mit Reportage-Hörbüchern der Hamburger Journalistin und Konzernkritikerin Astrid Matthiae

Astrid Matthiae, von Beruf Journalistin, hat für Gegenanträge recherchiert und auf Hauptversammlungen gesprochen. Weil sie einschätzen kann, welche Gefahr Kohlekraftwerke für das Klima und die menschliche Gesundheit darstellen, hat sie sich in ihrer Heimatstadt Hamburg für die Abschaltung des Kraftwerks Moorburg eingesetzt.  Sie organisierte eine Gegenveranstaltung zu den Vattenfall-Lesetagen, weil sie fand, das schwedische Unternehmen sei „ein menschenfeindlicher Energiekonzern, der durch Kultur von seinem dreckigen Kerngeschäft ablenken will“.  Dem Kupferkonzern Aurubis warf Astrid Matthiae auf der Hauptversammlung im Jahr 2014 vor, er habe sich für seine Stromversorgung „die dreckigste Variante“ ausgesucht (https://www.kritischeaktionaere.de/aurubis/rede-astrid-matthiae/ Weiterlesen

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Siemens Energy AG Hauptversammlung 2022

Miserable Klimabilanz durch Lieferungen an Kohle- und Gasprojekte, Windparks in besetzter Westsahara: Unsere Gegenanträge

Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragt, den Mitgliedern des Vorstands die Entlastung zu verweigern.

Begründung:

Der Vorstand der Siemens Energy AG wird seiner Verantwortung zur Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens nicht gerecht, weil sich der Konzern weiterhin an besonders klimaschädlichen Energieprojekten beteiligt. Es fehlen konkrete Ausstiegspläne aus sämtlichen fossilen Energien.

Auftrag für neues Kohlekraftwerk für miserable Klimabilanz verantwortlich

Siemens Energy beteiligt sich aktiv am Ausbau klimaschädlicher Energien. Siemens Energy trägt damit dazu bei, dass das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens immer unwahrscheinlicher wird. Die Folgen macht der Konzern immerhin nun selbst transparent: Erstmals weist Siemens Energy – wie vom Greenhouse Gas Protocol gefordert – aus, wie viele Tonnen CO2 durch die im letzten Geschäftsjahr von Siemens Energy verkauften Produkte während ihrer voraussichtlichen Einsatzdauer emittiert werden: Rund 1,4 Milliarden Tonnen CO2e. Weiterlesen

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Aurubis AG Hauptversammlung 2022

Über Gutes berichten, über Schlechtes schweigen

Aurubis-Hauptversammlung am 17. Februar 2022: „Der Konzern gibt keine Auskunft zu seinen Lieferantenbeziehungen.“ (Fotomontage: Aurubis/Dachverband)

Auf der Hauptversammlung 2022 der Aurubis AG kamen Aktionärsrechte zu kurz
Von Ulf Georgiew

Zieht man ein Fazit der virtuellen Hauptversammlung der Aurubis AG am 17.02.2022, dann lautet es: Wir berichten über Gutes, wir schweigen über Schlechtes. Auf der letztjährigen Aktionärsversammlung berichtete der Vorstandsvorsitzende Roland Harings noch stolz, dass Aurubis eine Kooperation mit dem norwegischen Minenbetreiber Nussir für die weltweit erste CO2-neutrale Kupfermine prüft. Auf der diesjährigen Hauptversammlung ist nicht mehr viel von dem Enthusiasmus von 2021 zu spüren. Warum Aurubis die Absichtserklärung mit Nussir im August 2021 kündigte, hat Harings in seiner Einführungsrede nicht erwähnt. Weiterlesen

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Virtuelle Hauptversammlungen

Unsere Kritikpunkte am Gesetzentwurf für virtuelle Hauptversammlungen

In Zukunft nicht mehr direkt möglich? Barbara Happe fragt den Vorstand von Thyssenkrupp zu Rüstungsexporten auf einer der letzten nicht virtuell durchgeführten Hauptversammlungen 2020

Das Bundesministerium der Justiz hat am 9. Februar 2022 einen Gesetzentwurf zur Einführung virtueller Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften vorgestellt. Insbesondere für Kleinaktionär:innen würde der Entwurf erhebliche Einschränkungen im Vergleich zu der bisherigen Praxis bedeuten. Für uns stellt die im Gesetzentwurf beschriebene virtuelle Hauptversammlung keine akzeptable, gleichwertige Alternative zur Präsenz-Hauptversammlung dar.

Dies sind unsere Kritikpunkte und Forderungen, die wir auch noch in einer ausführlichen Stellungnahme beim Bundesjustizministerium einreichen werden:

Hybride Hauptversammlungen: Zukunftsmodell bleibt ohne sicheren Rechtsrahmen

Der Gesetzgeber sollte auch für Präsenz-Hauptversammlungen die rechtssichere Möglichkeit schaffen, per Videozuschaltung über das Internet Redebeiträge mit Fragen halten zu können. Weiterlesen

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Aurubis AG Pressemitteilung Hauptversammlung 2022

Ist Aurubis auf das Lieferkettengesetz vorbereitet?

Ausstieg aus Nussir-Mine als Reaktion auf Sami-Protest und Kritik von Nichtregierungsorganisationen / Aurubis muss nachhaltiger werden und in allen Bezugsländern von Kupferkonzentrat auf Umweltschutz und Menschenrechte achten

Berlin/Hamburg/Köln/Münster/Göttingen – Ein knappes Jahr vor Inkrafttreten des nationalen Lieferkettengesetzes fordert ein zivilgesellschaftliches Bündnis die Aurubis AG auf, mehr Transparenz sowie menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltsmaßnahmen in der Kupfer-Lieferkette zu gewährleisten. Zur Hauptversammlung am 17. Februar haben die Christliche Initiative Romero (CIR), der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, die Gesellschaft für bedrohte Völker, Goliathwatch und die Kampagne Bergbau Peru Gegenanträge und 57 Fragen eingereicht.

„Zur Hauptversammlung 2021 hatte unser Bündnis gefordert: Aurubis sollte ohne die ausdrückliche Zustimmung der samischen Rentierhalter seinen Kupfervertrag mit Nussir ASA nicht erfüllen. Weiterlesen

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