Kategorie: Hauptversammlung 2024

„Liegt Ihnen Tier- und Umweltschutz am Herzen, sollten Sie vermehrt Lederalternativen für Ihre Produkte nutzen“: Rede von Liva Schäfer

Liva Schäfer bei ihrer Rede auf der Adidas-Hauptversammlung 2024

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

mein Name ist Liva Schäfer und ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Wir haben Gegenanträge eingereicht, die ich hiermit auf formal stelle.

Ferner habe ich noch weitere Fragen an Sie:

In Ihrem aktuellen Geschäftsbericht schreiben Sie, dass Sie weiterhin daran arbeiten, Ihre gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral zu gestalten. Dazu wollen Sie u.a. bis 2025 die THG-Emissionen je Produkt um 15% im Vergleich zu 2017 reduzieren. Die durchschnittlichen jährlichen THG-Emissionen gingen zwar pro Produkt im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr tatsächlich um 3% zurück, jedoch nehmen die gesamten CO2-Emissionen volumenbedingt weiter zu. Weiterlesen

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„Höchstens ein dünner, grüner Farbanstrich“: Rede von Sonja Meister, urgewald

Mein Name ist Sonja Meister, ich bin Campaignerin für Energieunternehmen bei der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald. Ich spreche heute als Aktionärsvertreterin des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Sehr geehrter Herr Lewis, vielen Dank für Ihre Rede. Ich war erstaunt zu hören, dass schon in gut sechs Jahren die Farbe des Uniper Portfolios von grau auf grün gewechselt haben soll. Dass kann dann aber höchstens ein dünner, grüner Farbanstrich sein, mit dem zum Beispiel die neuen Gaskraftwerke angemalt werden. Denn was ich in ihrer Strategie und dem Geschäftsbericht sehe, ist bei allen Ambitionen vor allem ein fossiles Weiter so.

Uniper hat 2023 immer noch 84% seines Stroms aus fossilen Energien und Atom erzeugt. Weiterlesen

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„Sie sind Treiber des fossilen Weiter-so“: Rede von Ronja Hofmann, Fridays for Future

Hallo,

ich bin Ronja Hofmann, Klimaaktivistin und Sprecherin von Fridays for Future. Ich kann hier heute sprechen, weil die Kritischen Aktionäre mir ihre Rederechte übertragen haben, dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.

Vieles, was ich Ihnen heute sagen könnte, wird Ihnen nicht neu sein. Ich muss Ihnen nicht erzählen, wie dramatisch die Lage ist. Das Wissen über die Klimakrise ist seit Jahrzehnten öffentlich verfügbar – und auch, wie groß die Verantwortung von Konzernen wie BMW in dieser Krise ist.

Diesen Satz habe ich bereits vor einem Jahr gesagt, und trotzdem stehe ich hier. Ich stehe hier, weil Sie mir keine Wahl lassen. Weiterlesen

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„Trotz Gewinnen baut SAP 8.000 Stellen ab“: Rede von Markus Dufner

Hauptversammlung der SAP SE am 15. Mai 2024

Wie kann SAP noch mehr für den Klimaschutz tun? V.l. Vorstandsvorsitzender Christian Klein, alter Aufsichtsratschef Hasso Plattner und sein Nachfolger Pekka Ala-Pietilä.

Sehr geehrter Herr Plattner, sehr geehrter Herr Klein, sehr geehrte Konzernverantwortliche, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre von SAP!

Mein Name ist Markus Dufner, ich bin Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Heute spreche ich zum ersten Mal auf der Hauptversammlung der SAP.

Deshalb möchte ich kurz meine Organisation vorstellen. Der Dachverband spricht im Namen seiner 29 Mitgliedsorganisationen. Unser besonderer Fokus gilt ESG: Umwelt, Sozialem und guter Unternehmensführung.

Auf der heutigen Hauptversammlung vertreten wir die Stimmrechte von Stiftungen und zahlreichen Kleinaktionär*innen. Weiterlesen

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„Was planen Sie beim ‚Just Transition Framework‘ entlang Ihrer Kohle-Lieferketten?“: Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Vorstand und Aufsichtsrat,

mein Name ist Tilman Massa, ich spreche für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. Mit den uns übertragenen Stimmrechten fordern wir von Uniper deutliche effektivere Maßnahmen für den Schutz von Umwelt und Menschenrechten ein.

Wir werden Sie, den Vorstand, auch dieses Jahr nicht entlasten. Sie kommen weiterhin nicht hinreichend Ihrer Verantwortung nach, wirksamere Maßnahmen für den Schutz von Menschenrechten umzusetzen. Wir haben dies in unserem Gegenantrag ausführlich begründet, den ich hiermit auch formal stelle.

Bei jüngsten Protesten gegen Ihre Kohlekraftwerke wurde explizit auf die Situation in Kolumbien hingewiesen, und Sie verweisen nur darauf, dass Kohle-Lieferanten auch auf mögliche Menschenrechtsverletzungen geprüft worden sein sollen – ohne zu sagen, was die Ergebnisse sind. Weiterlesen

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Fresenius Medical Care und Fresenius SE: Gewerkschaften weltweit weisen auf Missstände bei Arbeitnehmerrechten hin

Die Bedenken der Gewerkschaften stehen im Zusammenhang mit dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), das die Einhaltung grundlegender Arbeitnehmerrechte regelt.

  • Die Fresenius Global Union Alliance nimmt an den Hauptversammlungen von Fresenius Medical Care und Fresenius SE teil, um auf Bedenken hinsichtlich der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten hinzuweisen – und Fragen zur Einhaltung und Umsetzung des deutschen Lieferkettengesetzes zu stellen.
  • Beschäftigte und Gewerkschaften fordern die beiden multinationalen Unternehmen auf, die Verletzung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten zu beenden und die Vereinigungsfreiheit sowie das Recht auf Kollektivverhandlungen zu respektieren.

Vor den Jahreshauptversammlungen von Fresenius Medical Care (FMC) und Fresenius SE am 16. und 17. Mai übt die Fresenius Global Union Alliance, ein Zusammenschluss von Gewerkschaften aus der ganzen Welt, gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre Kritik an den beiden multinationalen Unternehmen. Weiterlesen

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Berichte enthüllen: Deutsche Bank steckt Milliarden in umweltkritische Unternehmen

  • Organisationen fordern Stopp klima- und umweltschädlicher Finanzierungen
  • Beispiel Eskom: Weiterhin klimaschädliche Kohlefinanzierung trotz neuer Richtlinie
  • Beispiel Cargill: Milliardenkredite und -investments für Naturzerstörung

Anlässlich der morgigen Hauptversammlung der Deutschen Bank kritisieren die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen urgewald, Greenpeace, Facing Finance und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die anhaltenden Finanzgeschäfte mit klima- und umweltschädigenden Unternehmen. Gleichzeitig fordern sie wirksamere Richtlinien zum Ausschluss solcher Geschäfte.

Weiterhin klimaschädliche Kohlefinanzierung trotz neuer Richtlinie

Nach Recherchen von urgewald hat die Deutsche Bank im Jahr 2023 – trotz ihrer nachgebesserten Kohlerichtlinie – 664 Mio. US-Dollar (USD) über Kredite und Wertpapiergeschäfte (“Underwriting”) an den Kohlesektor vergeben, ein Anstieg von über 200 Mio. Weiterlesen

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Uniper: Faire Energiewende entscheidet sich auch in Kolumbien

  • Uniper in Verantwortung für sozialökologisch gerechten und menschenrechtskonformen Kohleausstieg auch in Kolumbien
  • Auf Unipers Aussagen zu “fairer Energiewende entlang der Kohlelieferketten” müssen konkrete Taten folgen

Anlässlich der heutigen Hauptversammlung von Uniper kritisieren die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen Free Bruno, kolko – Menschenrechte für Kolumbien, FIAN Deutschland und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre gestiegene Kohleimporte aus Kolumbien. Sie fordern von dem verstaatlichten Konzern und der Bundesregierung wirksamere Maßnahmen für den Klimaschutz und effektive Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten. Insbesondere fordern Sie den Vorstandsvorsitzenden Michael Lewis auf, auf Unipers “Just Transition Framework” und Pläne zu einem “gerechten” Kohleausstieg und “fairer Energiewende entlang der Kohlelieferketten” konkrete Taten folgen zu lassen, damit die vom Kohleabbau betroffenen Regionen nicht weiter mit den bleibenden Folgen von Deutschlands fossilem Energiehunger allein gelassen werden. Weiterlesen

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