Kategorie: Thyssenkrupp AG

Thyssenkrupp muss seiner Verantwortung nach Dammbruch in Brasilien gerecht werden

Dammbruch bei Brumadinho, Brasilien.
Foto: Resumo da agenda do Presidente da República 26.01.2019

Kaum zwei Jahre ist es her, dass sich Thyssenkrupp einer „bleischweren“ Altlast in Brasilien entledigt und das Stahlwerk TKCSA verkauft hat – schon droht neues Unheil. Der vor wenigen Tagen geborstene Damm der Eisenerzmine Córrego do Feijao in Brasilien, durch den nach derzeitigem Stand mindestens 84 Menschen getötet wurden, wurde von der früheren Konzerntochter Ferteco Mineração gebaut und gehörte dem Konzern bis 2001.

„Wir erwarten von Thyssenkrupp eine umfassende Kooperation bei der Klärung der Ursachen für den Dammbruch. Es muss geprüft werden, ob das Unternehmen bei Bau und Wartung damals sauber gearbeitet hat“, sagt Tilman Massa vom Dachverband der Kritischen Aktionär*innen aus Anlass der morgigen Aktionärsversammlung von Thyssenkrupp in Bochum. Weiterlesen

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Gegenantrag

Zu Tagesordnungspunkt 3: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Den Mitgliedern des Vorstandes wird die Entlastung verweigert.

Begründung:

Der Vorstand der Thyssenkrupp AG kommt seinen menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nicht ausreichend nach. Er wird zudem seiner Verantwortung nicht gerecht, einen Beitrag zu der Nachhaltigkeitsagenda der Vereinten Nationen, den Sustainable Development Goals (SDGs), zu leisten. Konkret stehen etliche Geschäfte von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) dem Ziel Nr. 16, die Förderung friedlicher Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung, entgegen.

Rüstungsexporte in Konflikt- und Kriegsgebiete

Thyssenkrupp steht vor einem radikalen Umbau. Die angekündigte Aufspaltung in zwei Firmen (Materials und Industrials) soll helfen, den Konzern zukunftsfähig aufzustellen. Weiterlesen

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Ohne Skrupel: Rüstungsexporte in Konflikt- und Kriegsgebiete

Dachverband kritisiert im Gegenantrag Kriegsschiff-Lieferungen an Ägypten und Aufrüstung der Türkei

Fregatte des Typs Meko 200 in Kiel.
Foto: Pwinninger, CC BY-SA 4.0

Thyssenkrupp kommt weiterhin seinen menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nicht ausreichend nach. Die für Korruptionsrisiken und potentielle Reputationsschäden bekannte Marinesparte soll trotz massiver Kritik und Problemen weitergeführt werden. Die Konzernführung hat weiterhin keine Skrupel, auch autoritäre Regime aufzurüsten und durch Technologietransfers dabei zu unterstützen, eigene Rüstungsindustrien aufzubauen.

Thyssenkrupp rüstet aggressive Türkei auf

Die Türkei steht wegen der zunehmend autoritären Politik ihres Präsidenten Erdogan sowie wegen des völkerrechtswidrigen Einmarsches in Syrien Anfang 2018 massiv in der öffentlichen Kritik. Hinzu kommt, dass die Türkei gegen die Kurden im eigenen Land und in Syrien mit Gewalt vorgeht. Weiterlesen

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Alles was schwimmt, geht nicht!

Dachverband verweigert dem Vorstand die Entlastung wegen Rüstungsdeals, Korruption und Verletzung der Sorgfaltspflichten

Die Kritischen Aktionäre haben dem Vorstand des Stahl- und Rüstungskonzerns Thyssenkrupp auf der Hauptversammlung am 19. Januar in Bochum die Entlastung verweigert. Der Konzern liefert immer noch Kriegsschiffe und U-Boote in Krisen- und Konfliktgebieten und missachtet menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der eigenen Lieferkette. Getreu dem Motto „Alles, was schwimmt, geht“ und ist dann auch menschenrechtlich unbedenklich, hat Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) in den letzten Monaten zwei U-Boote an Ägypten ausgeliefert. Die Regierung geht harsch gegen jede Art von Opposition vor. Auch beteiligt sich Ägypten an der von Saudi-Arabien angeführten Koalition, die einen brutalen Krieg gegen den Jemen führt. Weiterlesen

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Rede von Tilman Massa

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Aufsichtsrat und Vorstand,

mein Name ist Tilman Massa, ich bin vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Ich habe Fragen zum Thema der 2015 geschlossenen Abnahmevereinbarung mit dem Bergbauunternehmen Rainbow Rare Earths Limited für jährlich 5.000 Tonnen Seltene Erden aus Burundi. Dazu hatten Sie bereits im Mai letzten Jahres schriftliche Fragen vom Ökumenischen Netz Zentralafrika bekommen, zu dem auch Misereor und Brot für die Welt gehören. Bis heute warten die kirchlichen Werke auf eine Antwort, daher nehmen wir nun den direkten Weg.

Der Fall zeigt beispielhaft, dass Thyssenkrupp weiterhin Mängel beim Erfüllen seiner menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten entlang der Lieferketten hat. Weiterlesen

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Rede von Christian Russau

Aufgrund des heute wegen der Sturmschäden eingestellten Bahnbetriebs konnte Christian Russau die Hauptversammlung in Bochum nicht rechtzeitig erreichen. Um unseren Leser*innen den Inhalt der Rede dennoch nicht entgehen zu lassen, dokumentieren wir sie hier in voller Länge.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Christian Russau, ich bin vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Gehen wir nun in medias res!

Herr Hiesinger, Herr Lehner,

in Ihrem jüngsten Jahresbericht schreiben Sie zum Verkauf des brasilianischen Stahlwerks TKCSA: „Wir konnten mit dem Closing im September 2017 nicht nur das verlustreiche Amerika-Kapitel von Stahl endgültig schließen, sondern dem Geschäft und seinen Mitarbeitern auch eine tragfähige Zukunftsperspektive eröffnen.“ Weiterlesen

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Rede von Barbara Happe

Sehr geehrte Damen und Herren vom Vorstand und Aufsichtsrat der Thyssenkrupp AG,
werte Aktionäre und Aktionärinnen,

mein Name ist Barbara Happe und ich spreche hier heute für den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und für die Menschenrechtsorganisation urgewald.

Im Rüstungsbereich läuft es wieder besser bei Thyssenkrupp Marine Systems. Steigende Ausgaben für Rüstung, gerade in den Krisenregionen der Welt, lassen TKMS auch für die nähere Zukunft auf lukrative Aufträge hoffen.

Im Geschäftsbericht geben Sie aber zumindest zu, dass diese Strategie, auf Export und Wachstumsregionen wie den Nahen Osten oder die Türkei zu setzen, durchaus Risiken in sich birgt.

Risiken, dass Projekte sich verzögern oder gar ganz storniert werden müssen und Profite dann ausbleiben. Weiterlesen

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achtlos. aufrüsten. ausbeuten.

Geschäftspraktiken 2016/2017

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